Heroinsüchtige überfielen mindestens zehn Frauen

Die Polizei konnte zwei junge Männer (22) festnehmen, die einen Monat lang mindestens zehn brutale Überfälle auf ältere Damen begangen haben sollen.

Dem Raubgruppe-Ermittlungsdienst des LKA Wien ist es gelungen, zwei mutmaßliche Räuber (22) festzunehmen. Die beiden österreichischen Staatsbürger stehen im Verdacht, über einen Monat lang, im Zeitraum vom 8. Februar bis 6. März, zumindest zehn brutale Übergriffe auf ältere Damen in Wien begangen zu haben. Die Tatgebiete erstrecken sich über Favoriten, Simmering und Meidling.

Ihre Opfer sind dabei alle zwischen 73 bis 89 Jahre alt. Die Tatverdächtigen gingen so vor, dass sie auf Wiener Einkaufsstraßen ältere Damen beobachteten. In den meisten Fällen suchte sich das Duo Personen mit Gehbehinderungen oder -beeinträchtigungen aus.

Jegliche Information wird vom Ermittlungsdienstes des LKA Wien unter 01 31310 33800 erbeten.

Schließlich verfolgten die mutmaßlichen Täter die Damen bis nach Hause, blieben dabei jedoch unentdeckt. Im Stiegenhaus schließlich entrissen sie ihren Opfern gewaltsam die Handtasche und griffen sie körperlich an.

Dabei erlitten viele der Opfer Gehirnblutungen, Schädel- und Schulterfrakturen, Rissquetschwunden, Kreuzbeinfrakturen und Prellungen. Lebensgefahr bestand jedoch zum Glück bei keinem der Opfer.

Im Zuge intensiver Ermittlungen ist es den Beamten gelungen, Lichtbilder der beschuldigten Personen sicherzustellen und den Umkreis für Folgetaten zu bestimmen.

Nach einer groß angelegten Beobachtung wurden die beiden Männer am 6. März um 14.20 Uhr, kurz vor der Begehung einer weiteren Tat, festgenommen. Zu diesem Zeitpunkt verfolgten die 22-jährigen eine 75-jährige Frau mit Rollator und Beatmungsgerät bis vor ihre Wohnung in Wieden.

Seit dem 8. März befinden sich die Beschuldigten in einer Justizanstalt in Untersuchungshaft. Als Grund für ihre Taten nannten die beiden Männer ihre Heroinsucht. Sie zeigten sich angesichts der Vorfälle großteils geständig.

Die Polizei schließt weitere Taten des Duos nicht aus. Die Beamten ersuchten daher um die Mithilfe der Bevölkerung: Weitere Opfer oder Zeugen werden gebeten, dem LKA Wien Informationen mitzuteilen.

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(rfr)

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