Raucherlokal feuert schwangere Kellnerin

Bild: picturedesk.com
Als eine Mitarbeiterin in einem Raucher-Cafe in Wien-Meidling schwanger wurde, erhielt sie vom Geschäftsführer die Kündigung.

Sieben Monate lang war die Kellnerin in einem Raucherlokal in Meidling angestellt. Als sie schwanger wurde und dies ihrem Chef mitteilte, wurde sie gekündigt.

Der Geschäftsführer meinte, dass sie "nicht mehr zum Image des Lokals passe" – und warf sie trotz gesetzlichem Kündigungs- und Entlassungsschutz für Schwangere hinaus. Sein skurriles Argument: Eine Kellnerin müsse selbst weiter rauchen und Alkohol trinken, um so die Konsumation der Gäste zu erhöhen.

Die Mitarbeiterin wies den Geschäftsführer auch auf das Arbeitsverbot gemäß Tabak- und NichtraucherInnenschutzgesetz, hin, welches besagt, dass werdende Mütter in Räumen, in denen sie der Einwirkung von Tabakrauch ausgesetzt sind, nicht arbeiten dürfen. Demnach hätte die Kellnerin also freigestellt werden müssen.

Lohnzettel gefälscht

Der Fall landete vor Gericht, und die Arbeiterkammer Wien erstritt für die Frau insgesamt 7.200 Euro. Im Zuge des Prozesses stellte sich zudem heraus, dass in dem Cafe "viele Mitarbeiter schwarz beschäftigt waren". Die Arbeitgeber hatten vor Gericht gefälschte Lohnzettel vorgelegt.

AK-Präsidentin Renate Anderl betont: "Die Arbeit in der Gastronomie ist oft ein Knochenjob, die Menschen verdienen dafür mehr Respekt!"

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