Österreich

Rauchverbot: FPÖ will Entschädigung für Wirte

Die FPÖ NÖ um Udo Landbauer fordert einen eigenen Gastro-Fonds, aus dem die Investitionen der Vergangenheit abgegolten werden sollen.

Heute Redaktion
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"Doom Day" heute für tausende Gastronomen in ganz Österreich: Heute ist der letzte Tag, an dem in den Lokalen geraucht werden darf. Ab 1. November gilt das generelle Rauchverbot.

Dass viele Wirte in den letzten Jahren in Raumabtrennungen und Lüftungsanlagen investiert haben, will Udo Landbauer von der FPÖ Niederösterreich nun abgegolten wissen. Von 2009 bis 2014 seien seitens der Gastronomen rund 200 Millionen Euro in solche Maßnahmen geflossen.

"Wirte haben der Politik vertraut"

"Die Wirte haben der Politik vertraut und sind vor allem von der ÖVP bitter enttäuscht worden. Es ist nun eine Frage der Fairness und Gerechtigkeit, all jenen, die investiert haben, die Kosten dafür zurückzuerstatten", so Landbauer, der nun einen Gastro-Fonds in der Höhe von 200 Millionen Euro fordert.

Alle Unternehmer, Wirte, Bar- und Lokalbetreiber sollen dann in den nächsten zwei Jahren die Möglichkeit haben, für getätigte Investitionen entschädigt zu werden. "Vor der Nationalratswahl hat die Wirtschaftskammer dahingehend noch große Reden geschwungen. Jetzt übt man sich in Stillschweigen und will davon nichts mehr wissen", wettert Landbauer.

FPNÖ weiter für Ausnahmeregelungen

Geschlagen geben will man sich bezüglich des Rauchverbots sowieso noch nicht: "Wir kämpfen weiter für Ausnahmeregelungen. Die Politik hat kein Recht, die Bevölkerung zu entmündigen", so der nö. FPÖ-Klubobmann.