Wirtschaft

Razzien wegen Stronachs Schloss Reifnitz

Heute Redaktion
14.09.2021, 03:11

Rund um den Verkaufsskandal des am Wörthersee gelegenen Schloss Reifnitz hat es am Dienstag gleich sechs Razzien gegeben. 35 Polizeibeamte und mehrere Staatsanwälte waren im Einsatz. Es geht um den Verdacht der Untreue und darum, ob das Schloss Reifnitz zu billig verkauft wurde. Die Betroffenen bestreiten dies.

Das Schloss war 2005 um 6,4 Millionen Euro von der Gemeinde an Frank Stronach verkauft worden. Weil der Milliardär aber den Kaufvertrag nicht eingehalten hat und aus dem Schloss nicht binnen fünf Jahren einen Tourismusbetrieb machte, hätte das Anwesen zum ursprünglichen Kaufpreis an die Gemeinde Maria Wörth zurückfallen sollen. Doch die Gemeinderäte haben 2011 für eine Abschlagszahlung von einer Million Euro auf das Wiederkaufsrecht verzichtet.

Die Korruptionsstaatsanwaltschaft bestätigt einen Bericht des „Kurier“, dass sie am Dienstag in Kärnten und Niederösterreich Unterlagen sichergestellt hat. Erich Mayer von den WKStA bestätigte, dass umfangreiches Material eingesammelt wurde, das nun von der Polizei ausgewertet werde.

Ermittlungen auch gegen Stronach

Fündig geworden sind die Ermittler bei der Kärntner Tourismusholding, im Gemeindeamt Maria Wörth, in der Kärntner Landesregierung und bei Magna Niederösterreich. Ermittelt wird gegen den Bürgermeister von Maria Wörth Adolf Stark (FPK), neun Gemeinderäte, darunter auch der freiheitliche Nationalratsabgeordnete Martin Strutz und gegen Frank Stronach.

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