Der achte Präsident des Rechnungshofs seit 1945 könnte die erste Präsidentin sein: ÖVP und FPÖ haben bereits Frauen nominiert, auch bei der SPÖ ist mit Elfriede Baumann jetzt eine Frau im Gespräch.
Baumann ist eine auf öffentliche Dienstleistungen spezialisierte Geschäftsführerin der Beratungsfirma Ernst & Young. Die FPÖ schickt die wirtschaftsliberale Ökonomin Barbara Kolm ins Rennen.
Die Gründerin und Präsidentin des Austrian Economics Center sowie Präsidentin des Hayek Instituts sei laut FPÖ-Aussendung für dieses Amt "geradezu prädestiniert". Kolm sei "unabhängig, verfügt über eine fundierte wirtschaftliche Ausbildung und Sachverstand, über jahrelange Managementerfahrung, hat das Parlament bereits viele Male mit ihren objektiven Expertisen unterstützt und nimmt sich auch kein Blatt vor den Mund, wenn es darum geht, Reformen einzumahnen".
Für die ÖVP gehen Helga Berger, die Leiterin der Budgetsektion im Finanzministerium, und Margit Kraker, die Chefin des steirischen Landesrechnungshofes, ins Rennen. Absprachen mit anderen Parteien gibt es laut Klubchef Reinhold Lopatka nicht. Über diese beiden Kandidatinnen habe er bisher nur mit SPÖ-Klubchef Andreas Schieder gesprochen.