Die Förderung von Pflichtschülern mit nicht deutscher Muttersprache durch Ministerium und Stadtschulrat hat der Rechnungshof unter die Lupe genommen. Das Ergebnis ist wenig schmeichelhaft.
Mehr als die Hälfte der Wiener Pflichtschüler hat eine andere Muttersprache als Deutsch. Dieser Wert ist mehr als doppelt so hoch wie der Österreich-Schnitt (22,1 %). Spitzenreiter der Bezirke ist Margareten (88,8 %), gefolgt von Ottakring und Brigittenau (je 79,6 %, siehe rechts).
Um die Fördermaßnahmen ist es laut Rechnungshof schlecht bestellt. So besuchten nur 41,1 % der außerordentlichen Schüler im untersuchten Schuljahr 2010/11 Sprachförderkurse. Weitere Kritikpunkte: Kompetenz- Wirrwarr zwischen Bund und Land, mangelnde Transparenz oder fehlende Überprüfung der Zielerreichung. Kurios: Der Stadtschulrat konnte keine Angaben über Personaleinsatz und Ausgaben für die Fördermaßnahme "Deutsch als Zweitsprache" machen.