Rechten-Kongress: Morddrohung gegen Demonstranten

Bild: Linz gegen Rechts
Jetzt spitzt sich die Lage zu! Vor dem Rechten-Kongress am Samstag in den Linzer Redoutensälen sorgt nun ein Facebook-Posting für Wirbel. Es ist eine Morddrohung. Gegen linke Demonstranten.
Jetzt spitzt sich die Lage zu! Vor dem sorgt nun ein Facebook-Posting für Wirbel. Es ist eine Morddrohung. Gegen linke Demonstranten.

Ein gewisser Karl M. hat sie auf einer FPÖ-nahen Facebookseite gepostet (unter einem Onlinebericht über die geplante Demonstration der Kongressgegner).

Konkret schreibt er: „hoffentlich sind sie auch kugelsicher (…), ich werde MG nester aufstellen, (…) unnötige kreaturen. Ihr gehört entsorgt und ich werde damit anfangen“. Die Drohung muss alleine schon deswegen ernst genommen werden, weil der Poster auf seine eigene Facebookseite Bilder von Waffen und Tarnanzügen gestellt hat.

 

Polizei verhängt Platzverbot

Die Polizei rüstet sich für den Rechten-Kongress und der Demonstration (ab 14 Uhr) dagegen am Samstag in Linz. Mehr als 100 Beamte werden im Einsatz sein, rund um die Redoutensäle wird es zwischen sechs Uhr früh und Mitternacht ein Platzverbot geben.
"Wir stehen weder auf der einen, noch auf der anderen Seite, sondern in der Mitte", sagt Polizei-Sprecher David Furtner. Um Zwischenfälle zu verhindern, wurde der Bereich rund um die Redoutensäle weiträumig zu einer Verbotszone erklärt.

Das heißt, dass weder Autos noch Fußgänger hinein dürfen. Einzig den Besuchern des Rechten-Kongresses "Verteidiger Europas" ist der Zutritt erlaubt. "Ich denke, das ist angebracht. Und ob man seinen Protest direkt vor dem Haus oder 300 Meter weiter macht, also in Sicht- und Hörweite, sollte keinen Unterschied machen", bittet Furtner um Verständnis.

350 Besucher beim Kongress und rund 1.500 Teilnehmer an der Demonstration werden am Samstag in Linz sein. Ein Teil der Demo-Teilnehmer wird auch aus Wien anreisen. Denn von dort hat die Antifa einen Bus organisiert.

Weiter politischer Protest

Unterdessen geht der Protest gegen LH Josef Pühringer (ÖVP) weiter. Der Landeshauptmann hatte sich geweigert, den Mietvertrag mit dem Veranstaltern zu kündigen (die Redoutensäle gehören dem Land). SPOÖ-Chefin Birgit Gersthofer und die Grünen-Chefin Maria Buchmayr betonen: "Europa muss nicht von Rechtsextremen gerettet werden.".

 
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