Rechten-Treffen in Koblenz: "EU macht Gehirnwäsche"

Der am Samstag stattfindende Kongress der Europaparlamentsfraktion Europa der Nationen und der Freiheit (ENF) ist ein Schaulaufen der Rechts- und rechtsextremen Parteien aller EU-Staaten. Das Treffen fand in Koblenz statt, FPÖ-EU-Abgeordneter Harald Vilimsky vertrat die Freiheitlichen.

FPÖ-Parteichef Heinz-Christian Strache und Norbert Hofer mussten das Treffen wegen ihrer Reise zur Angelobung von US-Präsident Donald Trump auslassen. Alle anderen Größen der rechtspopulistischen Szene fanden sich in Koblenz ein.

Die Chefin der rechtsextremen Partei "Front National" in Frankreich, Marine Le Pen, lobte die Briten, die - Stichwort Brexit - letztes Jahr "erwacht" seien. 2017 werde das Jahr, in dem andere "Völker Europas" erwachen werden.

Brüsseler "Gehirnwäsche"

Die Chefin der rechtspopulistischen "Alternative für Deutschland" (AfD), Frauke Petry, sieht die Veranstaltung als "europäischen Wahlkampfauftakt". Sie warf der deutschen Regierung und der EU vor, "Gehirnwäsche" mit den Bürgern zu betreiben.

Unter den etwa 1.000 Teilnehmern des Kongresses war auch der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders, der US-Präsident Donald Trump zum Amtsantritt gratulierte. Auch in Europa sei die "Zeit des Wechsels" gekommen. Seiner Meinung nach, muss Europa "gerettet" werden: "Wir werden unsere Länder zurückerobern", sagte er.

Aus Italien kam der Chef der "Lega Nord", Matteo Salvini, der den Euro am besten sofort abschaffen will. Die Währung sei ein "gescheitertes, kriminelles Experiment".

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