Rechtsaußen-Rapper plant Konzert in Linzer Villa

Rapper "Komplott" soll in Linz auftreten. Das Foto zeigt eine Szene aus dem Video "Teutonische Wut", das auf Youtube zu finden ist.
Rapper "Komplott" soll in Linz auftreten. Das Foto zeigt eine Szene aus dem Video "Teutonische Wut", das auf Youtube zu finden ist.Bild: Screenshot

Aufregung um ein Konzert in Linz. Der deutscher Rapper "Komplott" tritt Anfang Februar auf. Er gehört zur rechten Szene, Kritiker schlagen Alarm.

Es sind die Identitären, die zu dem umstrittenen Konzert eingeladen haben. Es findet am 9. Februar im so genannten "Khevenhüller-Zentrum" in Linz statt. Das Zentrum ist ein Treffpunkt der rechten Szene.

Auftreten wird der mehr als umstrittene Rapper "Komplott". Der Deutsche wird der rechten Szene zugeordnet, hat eine Nähe zu den Identitären. Die Zeit Online schrieb vor ziemlich genau einem Jahr über ihn: "Über unambitioniert produzierte, schlurfende Gangsta-Rap-Beats rappt Komplott vom kulturellen Erbe und seiner Bedrohung durch Überfremdung".

Schlagabtausch zwischen SP und VP

SPÖ-Nationalrätin Sabine Schatz übt Kritik am geplanten Auftritt: Sie fordert von den oberösterreichischen Behörden, das Konzert zu verhindern. „Landeshauptmann Stelzer muss endlich aktiv werden. Oberösterreich darf nicht zum Tummelplatz Rechtsextremer werden", so Schatz, die darauf verweist, dass das Bundesland bei den rechtsextremen Straftaten die Spitzenposition einnimmt.

Das will die Landes-ÖVP so nicht stehen lassen. Für VP-Manager Wolfgang Hattmannsdorfer ist diese Kritik an Stelzer eine "riesige Heuchelei". Denn: "Hier ist ja die Stadt Linz zuständig. Frau Schatz sollte sich an die SPÖ Linz wenden".

Rechtsextremismus-Experte Thomas Rammerstorfer veröffentlichte den geplanten Gig ebenfalls auf Facebook.



Die Connection zur Linzer FPÖ


Übrigens: Das Khevenhüller Zentrum soll sich in der Villa Hagen befinden. Dort ist nicht nur ein Studentenheim untergebracht, sondern auch die schlagende Verbindung Arminia Czernowitz beheimatet.

Deren bekannteste Mitglieder: Der Linzer Vize-Bürgermeister Detlef Wimmer (FPÖ) und der neue Chef der Linzer FPÖ und Infrastruktur-Stadtrat Markus Hein. Und mit genau dieser FPÖ sei ja die SPÖ Linz in einer Koalition auf Stadt-Ebene, weist die Landes-ÖVP die Kritik der SPÖ-Abgeordneten Schatz vehement zurück.

(red)

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