Die konservative Volkspartei Partido Popular (PP) rund um Parteichef Alberto Nunez Feijoo dürfte als klarer Sieger aus den spanischen Parlamentswahlen hervorgehen. Das verlautbarte zumindest das spanische Fernsehen in einer ersten Prognose. Zusammen mit der rechtsextremen VOX, die als möglicher Koalitionspartner gehandelt wird, könnte man sogar eine Mehrheit erreichen. Laut ersten Prognosen könnte die PP bis zu 150 Sitze im Parlament erreichen. Die Sozialisten (PSOE) rund um den amtierenden Ministerpräsidenten Pedro Sanchez kommt demnach auf 113 bis 118 Sitze.
Ein anderes Bild zeichnet sich allerdings nach den ersten Auszählungen ab. Denn plötzlich ist der Wahlausgang völlig unklar. Beobachter kündigen nun ein regelrechtes Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Sozialisten und Konservativen an.
Rund 37,5 Millionen Spanierinnen und Spanier waren bis 20.00 Uhr aufgerufen gewesen, 350 Abgeordnete und 208 Senatoren zu wählen. Schon in jüngsten Umfragen zeichnete sich ein Rechtsruck ab. Käme es zu einer Allianz von PP und Vox, würde erstmals seit dem Ende der Franco-Diktatur 1975 wieder eine Rechtsaußenpartei direkten Einfluss auf das Regierungshandeln erhalten.
Für eine absolute Mehrheit sind 176 Sitze notwendig.