Zehn Rechtsextreme sind wegen einer Störaktion bei einer Theateraufführung im Audimax der Universität Wien verurteilt worden. Sie hatten eine Aufführung des Jelinek-Stücks "Die Schutzbefohlenen" gestürmt und Schauspieler und Zuschauer mit Kunstblut bespritzt. Die rechtsextreme Gruppierung der "Identitären" muss derartige Störungen in Zukunft unterlassen und die Prozesskosten von 1.400 Euro zahlen.
Zehn Rechtsextreme sind wegen einer Störaktion bei einer Theateraufführung im Audimax der Universität Wien verurteilt worden. Sie hatten eine Aufführung des Jelinek-Stücks "Die Schutzbefohlenen" gestürmt und Schauspieler und Zuschauer mit Kunstblut bespritzt. Die muss derartige Störungen in Zukunft unterlassen und die Prozesskosten von 1.400 Euro zahlen.
Die Österreichische Hochschülerschaft (ÖH) hatte geklagt, nachdem die Rechtsextremen im April die Aufführung des Theaterstücks, an der auch Flüchtlinge beteiligt waren, gestört hatten. Die Störer hatten ein Plakat mit der Aufschrift "Heuchler" entrollt, Flugblätter in die Menge geworfen und Ensemble sowie Publikum mit Kunstblut bespritzt.
Das Bezirksgericht Innere Stadt entschied nun, dass die Rechtsextremen derartige Störaktionen zu unterlassen hätten. Zudem müssen sie die Prozesskosten von 1.400 Euro tragen.
Auf Einladung der Stadt führt das Ensemble das Stück im Juni im Rathaus auf. Die Polizei bewacht die Vorstellung. Die Produktion "Schutzbefohlene performen Jelineks Schutzbefohlene" wurde beim Nestroypreis 2015 mit einem Spezialpreis ausgezeichnet.