Welt

Rechtsextreme Terrorgruppe in Deutschland ausgehoben

Heute Redaktion
14.09.2021, 01:59

Die deutschen Behörden haben in einer landesweiten Razzia eine rechtsextreme Terrorgruppe ausgehoben. Die "Oldschool Society" (OSS) plante Bombenanschläge auf Moscheen und Flüchtlingsheime. Sprengstoff wurde sichergestellt, vier Anführer - drei Männer und eine Frau - befinden sich in Haft.

Die deutschen Behörden haben in einer landesweiten Razzia eine ausgehoben. Die "Oldschool Society" (OSS) plante Bombenanschläge auf Moscheen und Flüchtlingsheime. Sprengstoff wurde sichergestellt, vier Anführer - drei Männer und eine Frau - befinden sich in Haft.

Den deutschen Ermittlern ist ein großer Schlag gegen die militante rechtsextreme Szene gelungen. In einer bundesweiten Razzia wurde eine rechtsradikale Terrorgruppe, die in mehreren Bundesländern vernetzt war, ausgehoben.

Landesweite Razzia

Rund 250 Ermittler unter der Führung des Bundeskriminalamts in Bayern, Sachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Mecklenburg-Vorpommern durchsuchten seit den frühen Morgenstunden zahlreiche Wohnungen, berichtete "Spiegel Online". Dabei wurde laut Behörden "Pyrotechnik mit erheblicher Sprengkraft" sichergestellt.

Die "Oldschool Society", die seit spätestens November 2014 aktiv ist, plante Anschläge auf Moscheen, Asylwerberheime und Salafisten in Deutschland. Vorbild dürfte die Gruppierung "Nationalsozialistischer Untergrund" gewesen sein, deren jahrelange rassistisch motivierte Morserie Deutschland erschütterte.

In der rechten Szene vernetzt

Die Anführer der Gruppe, drei Männer und eine Frau im Alter zwischen 47 und 22 Jahren, wurden von der Spezialeinheit GSG-9 festgenommen und dem Haftrichter vorgeführt. Die OSS war in der rechtsextremen Szene gut vernetzt. Der "Vize-Präsident" der Terrorgruppe soll laut "Spiegel Online" Teil einer berüchtigten Neonazi-Gruppe gewesen sein, die nach mehreren Gewalttaten 2012 verboten wurde.

 

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