Am Sonntag (16:00 Uhr, live auf Servus TV, Live-Ticker auf "heute.at") startet in Bahrain die Titeljagd in der Formel 1. Nach den Testfahrten am vergangenen Wochenende auf dem selben Kurs in Sakhir ist klar, auch heuer führt kein Weg an Red Bull vorbei.
Bullen-Boss Helmut Marko gibt sich zufrieden: "Die Tests waren problemlos. Es gibt natürlich Kleinigkeiten am RB19 zu beheben. Aber nichts Gravierendes. Das war das beste Rollout. Die besten Tests, die wir bei Red Bull Racing hatten."
Das klingt wie eine Drohung an die Konkurrenz. Im Gespräch mit der APA legt der 70-Jährige nach und lobt seinen Champion Max Verstappen: "Max ist ein unglaublich toller Fahrer. Er hat sich in der Zwischenzeit auch zu einem Reifenflüsterer entwickelt. Er will einfach jedes Rennen gewinnen. Dann kommt die dritte WM automatisch."
Zum Saisonauftakt muss Red Bull sofort da sein, denn im Laufe der Saison hat der rot-weiß-rote Rennstall einen Nachteil. Aufgrund von Verstößen gegen die Kostengrenze hat die FIA den Bullen zehn Prozent der Ressourcen in der Aerodynamik-Entwicklung abgezogen, Teststunden im Windkanal wurden gestrichen.
Das nimmt Marko gelassen: "Jeder Versuch im Windkanal muss ein genaues Programm und das auch positive Auswirkungen haben. Da darf nichts schiefgehen. Umso wichtiger ist es, dass wir positiv starten. Bei den ersten Europa-Rennen kommen meistens die ersten Updates, danach wird es für uns schwierig, Innovationen und Verbesserungen zu bringen."
Mercedes, Ferrari oder doch eine Überraschung? Wen sieht Red Bull als ersten Verfolger? "Ferrari und Mercedes hatten einen relativ hohen Reifenverschleiß bei den Tests. Es wird sicher ein harter Kampf um Platz drei. Aston Martin kann aufschließen, für ganz vorne sind sie aber noch nicht so weit. Bei Alpine weiß man es auch nie genau. Wenn Mercedes nicht aufpasst, sind sie da auch mit drin", so Marko.
Spätestens am Sonntag ab 16:00 Uhr werden wir sehen, wie es um die Kräfteverhältnisse in der Formel 1 wirklich steht.