Formel 1

Red-Bull-Boss warnt vor Personal-Notstand in Formel 1

Vor dem Großen Preis von Österreich lässt Red-Bull-Berater Helmut Marko aufhorchen. Der Grazer fürchetet einen bevorstehenden Personal-Engpass.
Heute Redaktion
08.07.2022, 07:28
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Der 79-Jährige glaubt, dass Teams bald kaum noch qualifiziertes Personal finden könnten. Dafür verantwortlich sei die Budget-Deckelung in der Motorsport-"Königsklasse", die Marko vor dem Hintergrund der stark steigenden Kosten bereits mehrfach kritisierte.

In der laufenden Saison dürfen alle Teams maximal 141,2 Millionen US-Dollar, etwa 138 Millionen Euro, ausgeben. Darin nicht enthalten sind die Gehälter der Fahrer und von drei Mitarbeitern, die Reisekosten des Teams zu den Rennen oder etwa Gebäudekosten.

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"Haben langsam Probleme beim Personal"

"Weil die Formel 1 aufgrund der Obergrenze nicht mehr so attraktive Gehälter zahlen kann, haben wir langsam Probleme beim Personal", enthüllte Marko in der "Kleinen Zeitung". Der Red-Bull-Berater rechnete etwa vor, dass Transportkosten wegen des Ukraine-Krieges um 200 Prozent gestiegen sind – "weit über den budgetierten Kosten. Das musst du erstmal ausgleichen", so der 79-Jährige.

Als sich Probleme mit der Budgetgrenze abzeichneten, prophezeite Red-Bull-Teamchef Christian Horner sogar, dass mehrere Teams am Saisonende nicht mehr an den Start gehen könnten, weil der Budgetrahmen ausgeschöpft sei.

In Spielberg soll es nun ein Treffen der Teamchefs mit der Formel 1 geben. Dabei wird auch die Aufweichung des Finanzkorsetts diskutiert. "Ich bin zuversichtlich, dass wir eine Lösung für die Zukunft des Sports finden", sagte etwa der McLaren-Teamchef Andreas Seidl.