Formel 1

Red Bull hadert: Leclerc kostete Verstappen die Pole

Heute Redaktion
02.07.2022, 17:42

Sainz ließ mit 1:40,983 den WM-Führenden Max Verstappen um gerade einmal 72 Tausendstel hinter sich. Für den Spanier war es am 150. Grand-Prix-Wochenende die erste Pole Position seiner Karriere. Und die kam unerwartet, wie der Ferrari-Pilot nach dem Zeittraining zugab. 

"Es war eine gute Runde, aber ich habe mir mit den Intermediats bei dem stehenden Wasser sehr schwer getan. Immer wieder ist das Auto weggerutscht. Am Ende dachte ich, dass ich eine Runde gefahren hab, die nicht überragend war. Und dann habe ich gesehen, dass ich auf Pole bin. Das war schon überraschend", lachte der Spanier.

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"Eine Lotterie"

Verstappen, der von den britischen Rennsportfans lautstark ausgebuht wurde, zeigte sich mit dem zweiten Platz durchaus zufrieden. "Mit den wechselnden Bedingungen war es richtig schwierig. Man musste zur richtigen Zeit auf der Strecke sein. Das Auto lief gut, aber im Q3 war es ein wenig eine Lotterie", erzählte der Niederländer. "Aber wir stehen in der ersten Startreihe. Das ist eine gute Ausgangsposition", meinte der WM-Führende. 

"Max musste vom Gas"

Deutlich unzufriedener war da schon Red-Bull-Teamchef Christian Horner. Denn der Brite erklärte nach dem Qualifying bei "Servus TV", dass die Pole Position für Verstappen in Griffweite war. Die Runde des 24-Jährigen sei allerdings von Charles Leclerc zerstört worden. "Max war auf einer wirklich guten Runde. Aber Charles hatte in Becketts einen halben Dreher", erzählte Horner. "Dadurch kam die gelbe Flagge, Max musste vom Gas. Und dadurch hat er drei, vier Zehntel verloren", rechnete der Red-Bull-Boss vor. 

Trotzdem gab es auch von Horner faire Glückwünsche an Sainz, der 150 Rennwochenenden lang auf seine erste Pole Position warten musste. "Er war auch im Regen immer schon gut", meinte der Brite, der für das Rennen am Sonntag zuversichtlich ist: "Wir stehen in der ersten Reihe, wir haben auch Checo vorne dabei. Und man weiß hier nie, wie das Wetter wird."