Während Superstar Max Verstappen am Sonntag zum ungefährdeten Grand-Prix-Sieg in Japan raste, der Titelverteidigung in der Formel 1 einen weiteren Schritt näher kam, sorgte Kollege Sergio Perez einmal mehr für Kopfschütteln. Motorsportboss Helmut Marko zählte ihn zuletzt mehrfach öffentlich an.
Die Verunsicherung fährt beim Mexikaner mit. In Suzuka crashte Perez drei Mal, zwei Mal waren den Kollisionen peinliche Eigenfehler vorausgegangen. Formel-1-Experte Alexander Wurz watschte ihn in der ORF-Liveübertragung ab: "Jenseits von gut und böse."
"Ich brauche schon wieder einen Frontflügel", funkte Perez an die Red-Bull-Box. Im Netz wird dieser Spruch bereits zur Vorlage bissiger Memes auf Kosten des Bruchpiloten. Beim österreichischen Rennstall ist mittlerweile keinem mehr zum Lachen. Weil sich Perez für seinen letzten Crash auch noch 15 Sekunden Zeitstrafe einhandelte, diese im nächsten Rennen abzusitzen gewesen wäre, schickte Red Bull seinen Piloten zum Nachsitzen.
Nachdem Perez eigentlich schon aus dem Auto ausgestiegen war, das Rennen beendet hatte, kehrte er zurück und musste erneut in den Boliden klettern. Grund: Er fuhr noch einmal raus, saß dann seine Zeitstrafe ab, ehe er den Grand Prix zum zweiten Mal vorzeitig abbrach.
Diese Red-Bull-Maßnahme spaltet die Meinungen der Fans. Während Anhänger des Teams über den taktischen Kniff jubeln, ärgern sich andere. Warum? Das Auto darf in der Formel 1 eigentlich nur abgestellt werden, wenn technische Gebrechen ein Weiterfahren unmöglich oder zu gefährlich machen. Darum witterten Kritiker bei Red Bull einen Versuch, sich und den Verschleißteilen Kilometer zu sparen. Tenor: "Warum ist das Auto plötzlich wieder fahrbar, wenn es darum geht, eine Strafe abzusitzen?"