Formel 1

Red-Bull-Star Verstappen poltert gegen Gehaltsgrenze

Seit einigen Jahren wird in der Formel 1 über eine Gehaltsobergrenze für Piloten diskutiert. Max Verstappen lehnt diese allerdings kategorisch ab. 
Heute Redaktion
10.06.2022, 17:44

In der Motorsport-"Königsklasse" gilt bereits eine Kostendeckelung. Aktuell dürfen die Teams nicht mehr als 141,2 Millionen Dollar ausgeben. Nicht enthalten sind darin allerdings die Fahrergehälter. Diese bleiben weiter unreglementiert. 

Deshalb wurden zuletzt vor dem Hintergrund der immer weiter steigenden Kosten Gehalts-Deckelungen ins Spiel gebracht. Teams sollen ihren Fahrern gemeinsam nicht mehr als 30 Millionen Dollar zahlen. Zuletzt wurde bereits darüber spekuliert, dass diese Grenze 2023 eingeführt werden könnte. 

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"Komplett falsch"

Weltmeister Max Verstappen will eine Gehaltsdeckelung jedenfalls nicht hinnehmen, wie der 24-Jährige am Rande des Grand-Prix-Wochenendes von Baku erklärte. "Das wäre komplett falsch. Die Formel 1 wird aktuell immer populärer, jeder verdient immer mehr Geld", brachte der Niederländer den Boom der "Königsklasse" in den USA ins Spiel. 

Der 24-Jährige ist neben Lewis Hamilton einer der Topverdiener der Rennserie, unterschrieb erst kürzlich einen neuen, bis 2028 laufenden Vertrag und soll kolportierte 50 Millionen Euro pro Jahr verdienen. Allein Verstappen würde die geplante Grenze also deutlich überschreiten. "Warum sollten die Fahrer gedeckelt werden, wenn sie die Show liefern und ihr Leben auf Spiel setzen? Das tun wir letztendlich", warf Verstappen ein. 

Problem für Nachwuchs

Dar Red-Bull-Star warnte aber auch vor weitreichenden Konsequenzen. So könnten sinkende Gehälter auch die Nachwuchsserien ruinieren. "Wenn man sieht, wie viele Fahrer in den Nachwuchskategorien einen Sponsor oder Geldgeben haben, der einen bestimmen Prozentsatz seines Einkommens in die Formel 1 steckt, dann denke ich, dass es die Möglichkeiten stark einschränken wird, weil sie nie ihre Rendite bekommen werden", führte Verstappen weiter aus. 

Dem stimmte auch Lando Norris zu, für den die Gehaltsgrenze kein Problem darstellen würde. Der britische McLaren-Pilot soll im Jahr 4,5 Millionen Euro verdienen. "Es ist schon schwierig genug, überhaupt in die Formel 1 zu kommen. Wenn man einen Investor als Fahrer bekommt, wollen sie irgendwann ihr Geld zurück."