Formel 1

Red Bull warnt: "Verstappen kann zur Zeitbombe werden"

In der bisherigen Formel-1-Saison hat Ferrari das Tempo vorgegeben. Red Bull und Weltmeister Max Verstappen kämpfen um den Anschluss. 
Heute Redaktion
21.04.2022, 07:09

Bisher war es für den Niederländer eine Saison zum Vergessen. Zwar konnte der 24-Jährige den Großen Preis von Saudi Arabien für sich entscheiden, schied allerdings in den anderen beiden Rennen aus. Red Bull plagen Probleme mit der Benzinleitung. Außerdem ist der RB-18 um etwa 15 Kilo schwerer als die "rote Göttin" aus Maranello. Das kostet Zehntelsekunden.

Deshalb erklärte Red-Bull-Motorsportdirektor Helmut Marko bereits, der österreichische Rennstall werde beim Großen Preis der Emilia Romagna in Imola volles Risiko gehen und neue Teile verwenden. Damit soll das Gewicht des Boliden "abgespeckt" werden. "Zu schwere Autos belasten auch die Reifen. Zehn Kilo kosten drei bis vier Zehntel", rechnete Marko vor. Daran soll nun gearbeitet werden. 

Verstappen eine "Zeitbombe"?

Denn auch Marko ist klar: Verstappen könnte mit dem Fortlaufen der Saison die Geduld verlieren. Der amtierende Champion hat schließlich bereits 46 Punkte Rückstand auf Ferrari-Pilot Charles Leclerc, liegt nur auf Rang sechs der Fahrer-Weltmeisterschaft. "Wenn wir nicht bald wieder Siege einfahren, könnte Max zur Zeitbombe werden", meinte Marko im "ORF". 

Deswegen packen die Bullen die Chance am Schopf. Auch, weil in Imola das erste Sprintrennen der Saison auf dem Programm steht, erstmals die besten acht Punkt erhalten. Dafür wird auch das Risiko in Kauf genommen, neue Teile mit einem Training weniger zu verwenden. Vor allem auch, weil Ferrari dieses Risiko nicht eingeht. "Wir sind keine Buchhalter, die da alles Punkt für Punkt angehen. Es wird schwer, aber wir gehen den Risiko-Weg", unterstrich der 78-Jährige. 

Klar ist aber: viele weitere Ausfälle darf sich Verstappen nicht erlauben. Sonst könnte der Rennstall bald eine Degradierung des Niederländers vornehmen. Denn Teamkollege Sergio Perez scheint mit dem RB-18 deutlich besser zurecht zu kommen. "Momentan passt der weiche Fahrstil von Perez besser zu unserem Auto." Immerhin liegt der Mexikaner auf Rang vier der Fahrer-WM, fünf Punkte vor Verstappen. Doch das soll sich bald ändern. 

Jetzt E-Paper lesen