Regenbogenparade findet heuer per Rad und zu Fuß statt

Die heurigen Regebogenparade, das Highlight jeder Vienna Pride, kehrt zu ihren Wurzeln zurück: Statt Party-Trucks wird heuer um den Ring geradelt und spaziert.
Die heurigen Regebogenparade, das Highlight jeder Vienna Pride, kehrt zu ihren Wurzeln zurück: Statt Party-Trucks wird heuer um den Ring geradelt und spaziert.picturedesk.com
Am 19. Juni findet die große Parade der "Vienna Pride 2021" statt. Party-LKWs gibt es heuer nicht, stattdessen wird geradelt und spaziert.

Bunt, schrill, laut und hunderttausende Besucher wird es heuer nicht geben, ein sichtbares Zeichen will man trotzdem setzten. "Wir müssen immer noch vorsichtig sein, aber dank intensivem Austausch mit Medizin und Behörden und vorausschauender wie flexibler Planung kann Vienna Pride von 7. bis 20. Juni stattfinden", so Katharina Kacerovsky, Organisatorin von Vienna Pride. Gerade in Krisenzeiten wie diesen seien Sichtbarkeit, Lebensfreude und ein starkes Miteinander umso wichtiger, genauso wie das gemeinsame Eintreten für Sichtbarkeit, Respekt und gleiche Rechte, betont sie.

Zwei Wochen Pride-Programm

Los geht die heurige Vienna Pride schon mit Vorab-Aktionen wie dem HOSI-Projekt FLAGincluded, das ab 1. Juni die Regenbogen-Beflaggung von Schulen im gesamten Juni organisiert. Die Wiener Fensterl Parade findet am 5. Juni statt, bei der die Organisatoren dazu aufrufen, Fenster und Balkone zu beflaggen. Ab dem 7. Juni hissen Theater, Universitäten, Wiener Wohnen, die Spitäler des Wiener Gesundheitsverbunds und weitere Kooperationspartner die Regenbogenfahne. Auch die Wiener Linien sind mit ihren traditionellen Vienna Pride-Beflaggungen wieder dabei, um LGBTIQ-Menschen und ihre Anliegen sichtbar zu machen.

Neben einigen wenigen Veranstaltungen wie dem Pride-Tag im Tiergarten Schönbrunn am 13. Juni, Büchertischen in der Hauptbücherei Wien, Pride-Kino am Dach und Pride-Brunches in Community-Lokalen, finden viele Teile des Programms hauptsächlich online statt: digitale Führungen in Kooperations-Museen wie der Albertina, medizinische Online-Vorträge, Diskussionen und Workshops von und mit der Community sowie mehre DJ- und Band-Livestream-Abende. Der Pride Run Vienna, der zur EuroPride Vienna 2019 noch mit Tausenden über den Wiener Ring lief, findet dieses Jahr am 18. Juni erstmalig als Virtual Pride Run statt: Die Startersackerln werden per Post zugestellt und jede Person läuft im Pride Run Shirt an einem individuellen Ort, um für Sichtbarkeit zu sorgen.

25. Regenbogenparade am 19. Juni als krönender Abschluss

Nach dem zweiwöchigen Programm bildet die 25. Wiener Regenbogenparade am 19. Juni den krönenden Abschluss. Um die Gesundheit aller Teilnehmenden zu gewährleisten, findet die Demonstration dieses Jahr als reine Fuß- und Fahrraddemo statt und kehrt damit zurück zu ihren Wurzeln. Die Teilnehmer werden ersucht, sich ausnahmslos an die Vorgabe zu halten und eine FFP2-Maske zu tragen sowie einen 2-Meter-Abstand zu Haushaltsfremden einzuhalten. Die Abschlusskundgebung findet vor dem Rathaus statt.

Ludwig: "Starkes Zeichen für weltoffenes Wien"

Auch in diesem Jahr wird die Vienna Pride von der Stadt Wien unterstützt. Dadurch konnte etwa die Digitalisierung des Programms realisiert werden. "Wien ist eine bunte und weltoffene Stadt, in der Respekt, Vielfalt, Gleichstellung und der Kampf gegen Diskriminierung in allen Lebensbereichen ganz wesentliche Werte und Leitlinien sind. Die Vienna Pride ist dafür ein besonders starkes und sichtbares Zeichen", so Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ).

Vize-Stadtchef Christoph Wiederkehr (NEOS) ergänzt: "In einer weltoffenen und vielfältigen Stadt wie Wien muss jedem Menschen klar sein, dass Menschenrechte nicht verhandelbar sind und tagtäglich gestärkt werden müssen. Daher ist es wichtig, das Symbol des Regenbogens hochzutragen und laut von Wien aus gegen Hass und Diskriminierung anzutreten und für Gleichstellung und Vielfalt einzutreten".

Politisch unterstrichen wurde das mit einem rot-pinken Antrag im Wiener Gemeinderat, mit dem Bundesregierung aufgefordert wurde, "endlich zu handeln, um ein diskriminierungsfreies Leben für alle Menschen in Österreich zu ermöglichen!"

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