Regenwälder können schneller nachwachsen als gedacht

Eine Studie aus Österreich legt nahe, dass Regenwälder schneller wieder aufgeforstet werden können als bisher angenommen. Einen Haken gibt es aber.

Wer sich Sorgen um die Abholzung der Regenwälder macht, darf laut einer neuen Studie der Universität für Bodenkultur Wien aufatmen – zumindest ein wenig. Wie das Forscherteam herausgefunden hat, könnten sich Regenwälder schneller regenerieren, als das bisher angenommen wurde.

Zwar werde durch das Abholzen von Wäldern CO2 freigesetzt, was den Klimawandel befeuere. Dafür binde junger Wald durch sein Wachstum auch deutlich mehr von dem Treibhausgas, als das alter Wald tue. Denn dort halten sich Aufnahme und Abgabe von CO2 ungefähr die Waage.

Biodiversität nimmt ab

"Die Studie bestätigt, dass tropische Sekundärwälder sehr schnell nachwachsen können", sagt Professor Peter Hietz, der die Forschung in La Gamba (Costa Rica) betreute. Nach 20 Jahren habe ein Wald bereits rund die Hälfte der vorherigen Biomasse wiederhergestellt. Einen Wermutstropfen gibt es: Die Biodiversität leidet, denn nach 50 Jahren entspricht die Anzahl verschiedener Baumarten immer noch nicht der eines ursprünglichen Urwaldes.

Immerhin: Jungwälder absorbieren pro Jahr und Hektar rund 14 Tonnen CO2. Laut den Forscherinnen und Forschern reiche dies aber bei Weitem nicht: "An einer massiven Reduktion der Verbrennung fossiler Brennstoffe führt kein Weg vorbei."

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