"Regierung lässt zu, dass Ratten Kinder zerfressen"

Mit einem Lichtermeer vor dem Außenministerium wurde am Donnerstag für die notleidenden Migranten in Griechenland demonstriert.

Die Lage der Flüchtlinge im griechischen Moria wird immer schlechter. Zuletzt mehrten sich Berichte über desaströse Zustände: Die Notunterkünfte würden keinen Schutz vor Wind und Wetter bieten, Zelte stünden unter Wasser. Ärzte müssten vermehrt Rattenbisse behandeln. Organisationen, die sich für Flüchtlinge einsetzen, fordern jetzt einmal mehr die Aufnahme von Kindern aus Moria.

SPÖ-Organisationen riefen daher am Donnerstag zu einer Kundgebung vor das ÖVP-Außenministerium. Rund 1.500 Menschen nahmen am Lichtermeer für Moria in der Wiener Innenstadt teil.

Kritik an "Doppelmoral der ÖVP"

"Die Zustände in den griechischen Flüchtlingslagern sind nicht weiter tragbar. Es ist inakzeptabel, dass unsere Bundesregierung die Augen verschließt und nichts unternimmt", sagt Paul Stich, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend Österreich (SJ).

Er kritisiert die Doppelmoral der ÖVP: "Christliche Werte zu betonen und gleichzeitig zuzulassen, dass Kinder inmitten von Ratten zerfressen werden – das geht sich in keinem Universum dieser Welt aus", so Stich.

SJ-Chef Paul Stich in der Wiener City
SJ-Chef Paul Stich in der Wiener CityHelmut Graf
CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.
Nav-Account red Time| Akt:
DemonstrationFlucht

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen