Registrierkasse lässt sich leicht austricksen

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Im Kampf gegen Steuerschwindel in der Gastronomie setzt die Regierung auf Schnüffelchips in Registrierkassen. Aber: Laut einem Insider kann das angeblich so clevere Mikrogehirn mit Mini-Aufwand ausgetrickst werden.

900 Millionen im Jahr zusätzlich soll die Registrierkassenpflicht dem Fiskus bringen – und damit einen Teil der Steuerreform gegenfinanzieren. "Es gibt keine manipulationsgeschützten Registrierkassen", behauptet nun allerdings ein bei einem Kassenanbieter tätiger Insider.

Bestes Beispiel sei Kroatien, wo der Fiskalchip seit Jahren Steuerbetrug unmöglich machen soll. Und so wird laut Experten das System überlistet:

Ein Kunde kauft eine via Chip mit der Finanz verbundene Registrierkasse.
Zusätzlich erhält er auf Wunsch eine (illegale) Spezialsoftware, über die er – nach Eingabe einer geheimen Tastenkombination – die Smartcard der Kassa ein- und ausschalten kann.
Gibt er den Code ein, unterbricht das Mikrogehirn jede Aufzeichnung und Übertragung…
…dennoch wird ein zumindest optisch korrekter Bon mit einer fiktiven Rechnungsnummer ausgedruckt. Eine erneute Code-Eingabe beendet den Schlummermodus dann wieder.

Fazit des Insiders: "Für Prüfer sind die fiktiven Codes kaum zu entdecken. Dafür bräuchte man mehr Glück als beim Lotto."

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