Wirtschaft

Reiche sichern bereits seit Tagen ihr Geld

Heute Redaktion
14.09.2021, 03:11

Banken zu, trotzdem floss in den vergangenen Tagen mehr Geld aus Zypern ab als vor der Krise. Anfang April müssen die Parlamente (auch Österreich) dem Rettungsplan zustimmen.

Denn niemand weiß, wie viel Geld noch auf der Insel gebunkert ist. Fakt ist: Viele Reiche haben ihre Milliarden längst abgezogen. "Wir bekommen täglich 200 Aufträge, Geld zu verschieben", sagt ein Mitarbeiter einer Zypern-Bank gegenüber dem "Stern". Vor allem russische Oligarchen flüchten. Im Gegensatz zu kleinen Sparern werden sie zur Kasse gebeten:

Einlagen über 100.000 Euro bei der Bank of Cyprus (BoC) werden mit 30 % belastet. Russlands Regierungschef Dimitri Medwedew sprach deshalb unverblümt von "Diebstahl". Die Laiki-Bank wurde geschlossen, Konten unter 100.000 Euro übernimmt die BoC. Finanzministerin Fekter sieht eine "Vorbedingung für die Abwehr der Staatspleite" erfüllt. Damit Zypern die zehn EU-Milliarden innerhalb der nächsten drei Jahre erhält, müssen noch die Parlamente in sechs EU-Staaten (darunter Österreich) zustimmen.

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