Reinhold Messner ist gegen Kreuze auf Berggipfel

Bild: imago stock&people

In Österreich wurden schon vor Jahren Gipfelkreuze durch Jörg Haider zum Politikum. In Bayern werden sie nun von einem Unbekannten umgehackt, was ebenfalls für große Aufregung sorgt. Bergsteiger-Legende Reinhold Messner meldete sich nun zu Wort und findet: "Kreuze gehören nicht auf einen Gipfel".

In Österreich wurden schon vor Jahren Gipfelkreuze durch Jörg Haider zum Politikum. In Bayern werden sie nun von einem Unbekannten umgehackt, was ebenfalls für große Aufregung sorgt. Bergsteiger-Legende Reinhold Messner meldete sich nun zu Wort und findet: "Kreuze gehören nicht auf einen Gipfel". 
Reinhold Messner war der erste, der ohne Sauerstoffflasche auf dem Mount Everest stand, der erste, der alle vierzehn Achttausender erklomm. Schon bis 1964 (da war er 20) führte er über 500 Klettertouren, meist in den Dolomiten.  Der große Unterschied: In Europa hat ein jeder Berg sein Gipfelkreuz, in Asien hingegen keines. 

Messer sind sie in Asien nie abgegangen, wie er im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" verriet. "Vorsichtig gesagt: Sie sind nicht unbedingt nach meinem Geschmack. [...] Das Kreuz ist das christliche Symbol schlechthin, dieses gehört meiner Meinung nach nicht auf einen Gipfel." 

Keine "Möblierung" der Gipfel

Messner sei dagegen, Berggipfel "aus religiösen Gründen zu möblieren", wie er sagt. Die Gipfel und Berge würden der gesamten Menschheit gehören, da sei es nicht legitim, dass sie durch eine Weltanschauung besetzt würden.

So weit, die bestehenden Gipfelkreuze abzubauen, will Messner aber nicht gehen: "Man kann aber offen darüber diskutieren, ob auch das Gipfelkreuz untrennbar zum christlichen Abendland gehört wie unsere Kirchen, Friedhöfe und Wetterkreuze."

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