Reinigungskosten im KAV könnten niedriger sein

Der Stadtrechnungshof kritisiert in einem neuen Bericht zu hohe Kosten für die Reinigung von Wiener Pflegehäusern. In anderen Bereichen gibt es dafür Lob.

Die Prüfberichte des Wiener Stadtrechnungshofs werden am 18. Jänner im Gemeinderat debattiert. Vor allem in zwei Bereichen wird Kritik geübt – die Reinigungskosten in Wiener Pflegehäusern könnte teilweise um fast die Hälfte günstiger sein. Nicht zufrieden waren die Prüfer auch mit einigen Wiener Sportstätten.

Der Stadtrechnungshof verglich bei der Gebäudereinigung die Angebotspreise von Putzfirmen mit den Personalaufwendungen (inklusive Abfertigungszahlungen) für Reinigungskräfte in den Pflegehäusern. Dabei zeigte sich, dass von 2015 bis 2017 die Kosten für die Eigenreinigung in den Wiener Pflegewohnhäusern Baumgarten, Innerfavoriten und Simmering zwischen 11 bis 64 Prozent über den jeweiligen Angebotspreisen von Fremdfirmen lagen.

In einem Kostenvergleich wurden dann auch noch die Reinigungskosten zweier annähernd gleich großer Pflegewohnhäuser gegenübergestellt. Verglichen wurden die tatsächlichen Personalaufwendungen für das eigengereinigte Pflegewohnhaus Rudolfsheim-Fünfhaus mit dem Angebotspreis für eine Fremdreinigung des Pflegewohnhauses Baumgarten. Ergebnis: Die Reinigung mit eigenem Personal war um 45 Prozent teurer.

Der Stadtrechnungshof Wien empfahl dem KAV auf eine günstigere Fremdreinigung der Pflegehäuser umzustellen.

"Die Reinigung durch ein externes Dienstleistungsunternehmen könnte laut Stadtrechnungshof um mindestens 45 Prozent günstiger durchgeführt werden. Der KAV hat es bislang verabsäumt, Kostengegenüberstellungen vorzunehmen, um langfristig effizient und geldsparend zu wirtschaften", sagt dazu Neos-Wien Klubobmann Christoph Wiederkehr.

Lob für städtebauliche Verträge

Doch es gibt auch Postives zu berichten: Der Stadtrechnungshof nahm die so genannten städtebaulichen Verträge unter die Lupe. Diese werden seit 2014 in Wien im Rahmen von Stadtentwicklungsprojekten abgeschlossen. Aktuell wurden zehn Projekte auf Herz und Nieren geprüft. Das Ergebnis: Bei keinem der geprüften Projekte gab es Beanstandungen. "Zum einen können durch die Verträge städteplanerische Ziele und städtebauliche Qualitäten gesichert werden, zum anderen ersparen die Verträge dem Steuerzahler viel Geld", so Wiens Vizebürgermeisterin und Planungsstadträtin Maria Vassilakou. (pet)

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