Politik

Reise-Regierung Kosten für Privatjet-Trip weiter geheim

Auch in einer weiteren Anfrage kann Bundeskanzler Karl Nehammer noch keine Kosten für seine Afrika-Reise im April nennen.

Lediglich die Kosten des Charters sind bereits bekannt.
Lediglich die Kosten des Charters sind bereits bekannt.
BKA/ Dragan Tatic

Ende April absolvierte Kanzler Karl Nehammer mit großer Delegation eine viertägige Reise nach Angola, Ghana und Ägypten – per Bedarfsflieger in Länder, in denen Österreich teils nicht einmal Botschaften betreibt. Ein gefundenes Fressen für die Opposition. In mehreren parlamentarischen Anfragen versuchte sie, die Reisekosten herauszufinden. Doch der Kanzler mauert.

In der Beantwortung einer der Anfragen von SPÖ-Mandatarin Petra Bayr verwies er auf zwei andere Anfragen. In diesen heißt es aber: Kosten noch nicht abgerechnet. Bayr übt heftige Kritik: "Das ist ein unmöglicher Umgang mit dem Parlament." Sie kündigt deshalb einen weiteren Anlauf an

Alleine Flug kostete 71.000 Euro

Fest steht bisher nur: Alleine für den Privatjet gingen 71.000 Euro drauf. Grund der Reise: Im Regierungsprogramm sei die die Erarbeitung einer gesamtstaatlichen Afrikastrategie vorgesehen.

"Die Gespräche im Rahmen meiner rezenten Auslandsreisen nach Marokko, Ghana, Angola und Ägypten haben ebenfalls Gelegenheit geboten, um mit den jeweiligen Staatsrepräsentanten die in Ausarbeitung befindliche österreichische Strategie zu besprechen und Anregungen aus dem Blickwinkel vor Ort einzuholen", erklärt Nehammer.

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    Roter Teppich statt Kanzleramt: <strong>Karl Nehammer</strong> wurde in Angola von Außenminister Tete Antonio empfangen.
    Roter Teppich statt Kanzleramt: Karl Nehammer wurde in Angola von Außenminister Tete Antonio empfangen.
    BKA/Dragan Tatic