Wer als Staatsoberhaupt durch die Welt reist, muss normalerweise ebenfalls einen Pass vorzeigen. Doch für genau drei Menschen gelten besondere Regeln: König Charles III. sowie Japans Kaiser Naruhito und Kaiserin Masako können ohne Reisepass ins Ausland reisen. Darüber berichtet die Plattform "TRAVELBOOK".
Der britische Monarch genießt dieses Privileg seit dem Tod seiner Mutter Queen Elizabeth II. Auf der offiziellen Webseite der britischen Königsfamilie wird die Sonderregel ausdrücklich festgehalten: "Bei Auslandsreisen benötigt der Monarch keinen britischen Reisepass."
Stattdessen wird für Charles ein besonderes Dokument ausgestellt. Darin werden die Behörden anderer Staaten gebeten, den Inhaber ungehindert passieren zu lassen sowie ihm Schutz und Unterstützung zu gewähren.
Für die übrigen Mitglieder der britischen Königsfamilie gilt die Ausnahme nicht. Sie benötigen reguläre Reisepässe.
Auch Kaiser Naruhito und Kaiserin Masako kommen bei ihren Auslandsreisen ohne Pass aus. Wie das Onlineportal "Asienspiegel" berichtet, wurde bereits 1971 in einem Ministeriumsdokument festgehalten, dass es "höchst unangemessen" sei, dem Kaiser oder der Kaiserin einen Reisepass auszustellen.
Ebenso wäre es demnach "höchst unangebracht", ihre Majestäten bei der Einreise wie gewöhnliche Bürger zu behandeln. Anstelle eines Reisepasses dient deshalb das entsprechende Ministeriumsdokument.
Ganz ohne Formalitäten geht es dennoch nicht: Das japanische Außenministerium muss das jeweilige Zielland rechtzeitig über den Besuch informieren. Andere Mitglieder der japanischen Kaiserfamilie haben dieses Privileg nicht und reisen mit Diplomatenpässen.