Österreich

Rekord: 21 Tonnen Silvestermüll

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:07

Eine Rekordmenge von 21 Tonnen "Silvestermüll" ist in der Salzburger Altstadt laut dem Informationszentrum (Info-Z) der Stadt angefallen. Der bisher offenbar größte Müllberg, der in der Silvesternacht je verzeichnet wurde, ist die Kehrseite des ausgelassenen Treibens von Zehntausenden Menschen zum Jahreswechsel 2012/2013.

je verzeichnet wurde, ist die Kehrseite des ausgelassenen Treibens von Zehntausenden Menschen zum Jahreswechsel 2012/2013.

25 Mitarbeiter der Straßenreinigung räumten den Abfall in der Silvesternacht von 1 Uhr bis in die Mittagsstunden des 1. Jänner mit Kehrmaschinen und "Saugis" von den Straßen, Plätzen und Stadtbergen. Zum Vergleich: In den Jahren zuvor habe die Müllmenge jeweils um die 13 Tonnen betragen, hieß es am Mittwoch aus dem Info-Z.

Vermutlich hat das trockene und nicht all zu kalte Wetter verbunden mit einem breit gefächerten Partyprogramm diesmal besonders viele Einheimische und Touristen in die Altstadt gelockt. "Es waren unglaublich viele Leute auf dem Residenzplatz, es kamen vor allem viele Salzburger und Gäste aus Bayern", sagte Organisator Wolfgang Weiss.

Neben "sehr schönen Momenten" habe es auch negative Dinge wie die Böllerschießerei gegeben, erklärte Weiss. "Diese hat in den letzten Jahren immer mehr überhandgenommen und wir sind sehr froh, dass nichts Gröberes passiert ist. Auch mit dem Thema Mülltrennung sind wir nicht zufrieden.

Weder eine ordentliche Mülltrennung noch ein Mehrweggebinde-System werden von den Gästen angenommen - das haben auch die Vertreter der Behörden bestätigt." Bei dem Müll, der nun innerhalb von rund zwölf Stunden in 271 Einsatzstunden entfernt wurde, handelte es sich vorwiegend um Flaschen, Glasscherben, Kartonagen und abgebrannten Feuerwerkskörpern.

Gemeinderat Bernhard Carl von der Bürgerliste (die Grünen in der Stadt Salzburg, Anm.) forderte unterdessen, private Feuerwerke zu Silvester zu verbieten. Er nannte dafür mehrere Gründe: Verletzungsgefahr, Geldverschwendung, Ruhestörung, umweltbelastender Böller- und Raketenmüll, erhöhte Feinstaubwerte und "die katastrophalen Herstellerbedingungen in Fernost".

Die Stadt Salzburg solle sich am Beispiel von Städten wie Bludenz, Innsbruck, Graz und Leoben orientieren und das Verbot von Feuerwerken an Silvester beibehalten und nicht per Verordnung aufheben. "Das offizielle Feuerwerk, das seinen Namen auch verdient, soll bleiben. Ich bin überzeugt, dass ein Jahreswechsel ohne Krach und Gestank lustvoll gefeiert werden kann." Der Gemeinderat hofft nun, dass er den ressortzuständigen Bürgermeister Heinz Schaden (S) für den kommenden Jahreswechsel umstimmen kann.

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