Oberösterreich verzeichnete heuer die ärgste Hitzewelle seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Neue Zahlen aus dem Büro von Umwelt-Landesrat Rudi Anschober (Grüne) belegen das.
Unter den absoluten Spitzenreitern: die Landeshauptstadt Linz. 102 so genannte Sommertage (Tage mit mindestens 25 Grad) gab es heuer in Linz. Damit wurde der bisherige Rekord aus dem Jahr 2003 – mit 93 Sommertagen – um Längen geschlagen.
Toppen konnte dieses Ergebnis nur Schärding. 107 Sommertage wurden hier gemessen. Auch in Vöcklabruck und Enns wurden Rekorde verzeichnet - mit jeweils 100 Sommertagen. In Vöcklabruck gab es heuer im Vergleich zu 2015 um 30 Sommertage mehr, in Enns im Gegensatz zu 2016 um 24 Hitzetage mehr.
Weitere Spitzenwerte in Oberösterreich:
Wels: 93 Sommertage
Ostermiething: 88
Mattighofen: 86
St. Wolfgang: 85
Gallspach: 83
Altmünster: 74
Bad Zell: 67
Extrem waren die Werte auch bei den Regenmengen. Laut ZAMG lag die Niederschlagsmenge in Oberösterreich von April bis Oktober rund 31 Prozent unter dem langjährigen Mittel (1981-2010). Trockener war es nur 1947. Hier lag die Niederschlagsmenge zur selben Zeit 42 Prozent unter dem langjährigen Mittel.
Beachtlich: In Linz fiel um rund 50 Prozent weniger Regen als in einer durchschnittlichen April-Oktober Periode, in Ried um etwa 40 Prozent. "Das ist jeweils ein Stationsrekord", so die ZAMG.
In Oberösterreich war der Zeitraum April-Oktober um 2,7 Grad wärmer als das langjährige Mittel. Das macht Platz ein in der Messgeschichte.
Auch wenn es sich um eine Zwischenbilanz der ZAMG handelt, kann steht jetzt schon eines fest: Selbst wenn die Monate November und Dezember ungewöhnlich kalt verlaufen, wird sich 2018 unter die vier wärmsten Jahre der 252-jährigen Messgeschichte einreihen.
(cru)