Riesige Abschreibungen auf Banktöchter im Ausmaß von 2 Mrd. Euro haben in der Bilanz 2013 der Bank Austria eine tiefrote Spur hinterlassen. Weil alle Firmenwerte von Banktöchtern in Zentral/Osteuropa auf null gestellt wurden, bleibt im Abschluss der Wiener UniCredit-Tochter ein Nettoverlust von 1,6 Mrd. Euro.
Die österreichische UniCredit-Tochter spricht von einem "nicht kapitalquotenwirksamen Buchverlust von 1,6 Milliarden Euro". Die Kernkapitalquote wird mit 11,3 Prozent beziffert. Die Bank fährt derzeit ein .
Im vierten Quartal 2013 lag der Nettoverlust sogar bei 2,7 Mrd. Euro. Zum Vergleich: Bis Ende September hatte es noch eine Milliarde Euro Nettogewinn gegeben.
Offiziell zum Verkauf gestellt wurde die ukrainische Tochter Ukrsotsbank. 2013 werden für die Tochter in dem Krisenland noch 256 Mio. Euro Verlust gemeldet. Kleinere Verluste gab es auch in Slowenien, im Baltikum und in Rumänien.
Bekenntnis zu Osteuropa
Die Bank Austria steht trotzdem zu ihrem Engagement in der Region. Bank-Austria-Chef Willibald Cernko sprach von einem "klaren Bekenntnis zu Osteuropa". Die Region werde weiter ein wichtiger Wachstumsmarkt für die Gruppe bleiben: "Wir haben nicht alles auf eine Karte gesetzt, haben keine Staatshilfe abgerufen und werden auch keine brauchen."
Cernko bezeichnete die radikalen Milliarden-Firmenwertabschreibungen als "Befreiungsschlag, der uns von dem Belastungsrucksack der Vergangenheit befreit". Die neuen Werte spiegelten die heutige Realität wider. Notwendige Korrekturen in der Zukunft habe man eliminiert. Für die Mutter UniCredit gibt es naturgemäß wieder keine Dividende.