Die Abhängigkeit von russischem Gas bleibt weiterhin ein großes Thema in Österreich. Wie die "Krone" berichtet, wurden im Oktober 2023 erstmals 90 Prozent des importierten Erdgases aus Russland bezogen. Das ist der höchste Stand, seitdem die E-Control die Daten erhebt.
Vor rund einem Jahr, im Herbst 2022, war der Anteil von russischem Gas in Österreich auf 21 Prozent gesunken. Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (Grüne) hat immer wieder betont, dass man den kompletten Ausstieg forciere. Im Sommer bezog Österreich rund 60 Prozent aus Russland.
Laut dem "Krone"-Bericht überwiesen Österreichs Importeure zuletzt 240 Millionen Euro im Monat an Russland. "Seit Jahresbeginn importierte Österreich russisches Gas im Wert von 2,9 Milliarden", sagt Ökonomen Lukas Sustala, Leiter des NEOS Lab.
NEOS-Energiesprecherin Karin Doppelbauer wettert gegen die türkis-grüne Koalition: "Österreich befindet sich immer noch im Würgegriff Putins." Es sei erschütternd, wie wenig seitens der Regierung erreicht wurde.
Doch wie lässt sich die Abhängigkeit von Russland verringern? "Es braucht nicht nur Lieferzusagen aus Norwegen, sondern auch Pipeline-Kapazitäten, insbesondere in Oberösterreich an der deutsch-österreichischen Grenze, um Gas in ausreichender Menge nach Österreich zu bringen", sagt Sustala.