Rentner nennt Flüchtlinge im Netz Mörder, Vergewaltiger

Der Angeklagte
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Ein unscheinbarer 65-Jähriger soll auf Facebook gegen Ausländer und Asylanten gehetzt haben. Jetzt musste er dafür die Rechnung zahlen.

Schwurgerichtsverhandlung am Montag am Landesgericht Sankt Pölten gegen einen 65-Jährigen aus dem Bezirk Sankt Pölten-Land.

"Mit Hitler wäre alles anders"

Der Single-Mann soll im Internet gegen Asylanten und Ausländer gehetzt haben. Auf einer einschlägigen Facebook-Plattform soll er unter einem Hitler-Beitrag gepostet haben: „Würde der heute noch leben, wäre alles anders. Wir hätten keine Asylanten, Mörder, Sozialschmarotzer und Vergewaltiger in Europa.“

Der Beitrag wurde schließlich gemeldet, der Pensionist angezeigt.

"Mir ist oft fad"

Vor dem Geschworenensenat meinte der 65-Jährige: „Ich habe mich halt geärgert. Denn eine Bekannte von mir soll von einem Asylanten vergewaltigt worden sein.“ Der Angeklagte gab weiters an: „Ich habe mir dabei echt nichts Schlechtes gedacht. Denn ich bin viel allein und mir ist halt oft fad.“

Der Richter schätzte den 65-jährigen Angeklagten nicht als eingefleischten Neonazi ein. Das Urteil wegen des Verbrechens nach dem Verbotsgesetz: ein Jahr Haft auf Bewährung, also die Mindeststrafe. Der Richterspruch ist allerdings noch nicht rechtskräftig.

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GerichtProzessSt. Pölten

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