Niederösterreich

Rentnerin versteckt Gauner und erlebt wahren Alptraum

Eine 70-Jährige aus NÖ hatte einen vorbestraften Italiener bei sich versteckt, er wurde immer dreister und versetzte sie schließlich in Todesangst.
27.09.2020, 13:51

Am Ende hatte eine Pensionistin aus dem Großraum St. Pölten nicht mal mehr die Polizei rufen können, denn der Italiener hatte die Leitungen herausgerissen. 

Italiener zog bei Frau ein

Dabei hatte alles relativ haromisch begonnen: Der Italiener mit einer Verurteilung in Deutschland war nach Österreich abgetaucht und hatte die 70-Jährige kennengelernt (Anm.: wie kam beim Prozess leider nicht zur Sprache). Die Pensionistin erlaubte dem 54-Jährigen, bei ihr in Niederösterreich einzuziehen. 

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Rund ein halbes Jahr lang hatte der Italiener bei der Rentnerin gewohnt, wurde dabei immer dreister. "Er war rücksichtslos, wollte in meinem Bett schlafen und sagte, er hätte das Recht dazu", so das Opfer im Zeugenstand. Dann soll er sie ins Gesicht geschlagen, mit der Gehhilfe bedroht haben. Die Frau erlitt Prellungen und Hämatome.

"Ich hatte Angst, das nicht zu überleben"

"Ich bin gestürzt, hatte Angst, das nicht zu überleben", so die Pensionistin beim Prozess. Nach der Attacke soll der Angeklagte gebrüllt haben: "Ich kann Karate und hau Dir den Kühlschrank ein". Dann wurde noch der Kater getreten und malträtiert und schließlich riss er laut Anklage alle Telefonleitungen heraus.

Um 2 Uhr früh schließlich, als ihr Peiniger eingeschlafen war, setzte die völlig verängstigte 70-Jährige ein Mail ab und verständigte so die Polizei. 

Ein Jahr unbedingte Haft

Vor Gericht meinte der Italiener: "Alles Lüge". Doch das hohe Gericht schenkte dem Angeklagten keinen Glauben. Er wurde wegen Körperverletzung, gefährlicher Drohung und Tierquälerei zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Derzeit sitzt der 54-Jährige in Auslieferungshaft, soll demnächst nach Deutschland überstellt werden. 

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