Reporter wegen Frage an Marine Le Pen rausgeworfen

Marine Le Pen, Chefin der rechtsextremen Front National, soll zu Unrecht zwei Mitarbeiter mit 300.000 Euro an EU-Geldern bezahlt haben. Da sie das Geld nicht zurückzahlen will, sollen ihr nun Gehalt und Zulagen gekürzt werden. Für Aufregung sorgt jetzt auch ein Video, auf dem zu sehen ist, wie ein Journalist, der Fragen zur Causa stellen wollte, während einer Pressekonferenz rausgeworfen wird.

Nous souhaitions simplement savoir si le garde du corps de Marine Le Pen avait eu un emploi fictif au Parlement européen ou non.
— Quotidien (@Qofficiel)

Marine Le Pen, Chefin der französischen Rechtspartei Front National, soll zu Unrecht zwei Mitarbeiter , sollen ihr nun Gehalt und Zulagen gekürzt werden. Für Aufregung sorgt jetzt auch ein Video, auf dem zu sehen ist, wie ein Journalist, der Fragen zur Causa stellen wollte, während einer Pressekonferenz rausgeworfen wird.

Le Pen ging nach einer Pressekoferenz gerade durch die Menge der versammelten Journalisten, als ein Reporter der Zeitung "Quotidien" Marine Le Pen eine Frage zum Skandal um die EU-Gelder stellte. "Wir wollten einfach nur wissen, ob die Leibgarde von Marine Le Pen einen fiktiven Angestellten im EU-Parlament hat oder nicht", twitterte die Zeitung später.

Auf einem Video ist zu sehen, wie die Sicherheitskräfte den Journalisten nicht ausreden lassen, sondern ihn sofort zurückdrängen. Sämtliche Beschwerden nützten nichts - ihn packen zwei bullige Männer und befördern ihn unsanft ins Stiegenhaus. Nach wenigen Sekunden versucht der Journalist, wieder in den Raum zu gelangen - mit demselben Ergebnis.

Front National-Vizepräsident Florian Philippot sagte zunächst, man habe den Journalisten wegen "Fake News" entfernen lassen. Als sich herausstellte, dass an den Vorwürfen etwas dran ist und die Frage berechtigt war, sagte Philippot, dass es nicht stimme, dass die Sicherheitskräfte zur Partei gehören. Als ein weiteres, komplettes Video auftauchte, dass auch diesen Vorwurf bestätigte, sagte Philippot, es seien Fake News, wonach die Securitys selbst für ihr Handeln verantwortlich seien, weil sie "der Polizei unterstellt" seien.

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