Resignierter Wolford-Chef ist ab sofort weg

Nach anhaltenden Verlusten und einer Gewinnwarnung im Dezember nimmt der Vorstandschef des Vorarlberger Strumpfkonzerns Wolford den Hut. Holger Dahmen wird das Unternehmen auf eigenen Wunsch zum 31. Jänner 2014 verlassen. Dahmen stand gut zehn Jahre an der Spitze des Unternehmens. Seit kurzem stehen auch alle 122 eigenen Standorte auf dem Prüfstand.

Dahmen nimmt eine neue externe Herausforderung wahr, so die Pflichtmitteilung des börsennotieren Unternehmens. In Abstimmung mit dem Aufsichtsrat legt er das Vorstandsmandat mit sofortiger Wirkung zurück. 

Aufsichtsratschef Emil Flückiger erklärt: "Holger Dahmen hat das Unternehmen in den vergangenen 10 Jahren mit viel Geschick geführt und durch die Unbill der Wirtschafts- und Währungskrisen geleitet. Wir bedauern sein Ausscheiden sehr und wünschen ihm für seinen zukünftigen Werdegang weiterhin viel Erfolg."

Der Aufsichtsrat sucht einen Nachfolger "mit erwiesener Erfahrung in den Bereichen Marketing und Vertrieb von Luxusprodukten". Vorerst übernehmen die Vorstände Axel Dreher und Thomas Melzer das Ruder. Dadurch sei "die nahtlose und effiziente Umsetzung der kürzlich beschlossenen strategischen Refokussierung gewährleistet", so Flückiger.

Wolford verzeichnete in der ersten Hälfte seines Geschäftsjahres 2013/14 einen Umsatzrückgang um 2,3 Prozent auf 74,81 Mio. Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) hat sich von -0,09 Mio. Euro auf -2,29 Mio. Euro verschlechtert. Für das gesamte Geschäftsjahr wird ein operativer Verlust von rund 5 Mio. Euro erwartet.

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