Wirtschaft

Restaurant- und Hotels trieben Inflation an

Heute Redaktion
14.09.2021, 01:51

Die Inflationsrate in Österreich ist im Juni den vierten Monat in Folge bei 1,0 Prozent geblieben. Restaurant- und Hotelbesuche wurden im Schnitt um 2,9 Prozent teurer und erwiesen sich damit als wichtigste Preistreiber.

Die Inflationsrate für Juni 2015 betrug nach Berechnungen von Statistik Austria +1,0% und verharrte damit den vierten Monat in Folge auf demselben Niveau. Die Ausgabengruppen "Restaurants und Hotels" sowie "Wohnung, Wasser, Energie" erwiesen sich in gleichem Maß als wichtigste Preistreiber. Billigere Treibstoffe dämpften die Inflation um 0,35 Prozentpunkte.

Der Indexstand des Verbraucherpreisindex 2010 (VPI 2010) für den Monat Juni lag bei 111,2. Gegenüber dem Vormonat (Mai 2015) stieg das durchschnittliche Preisniveau um 0,1%.

Bewirtungsdienstleistungen +3,4%, Mieten +4,9%, Treibstoffe -8,9%

Einen deutlichen Einfluss (+0,25 Prozentpunkte) auf die Inflation übten"Restaurants und Hotels" (durchschnittlich +2,9%) im Jahresabstand aus. Dazu trugen fast ausschließlich Bewirtungsdienstleistungen bei, die sich insgesamt um 3,4% verteuerten. Beherbergungsdienstleistungen kosteten hingegen um 0,6% weniger.

Die Ausgabengruppe "Wohnung, Wasser, Energie" (durchschnittlich +1,4%) beeinflusste die Inflation ebenfalls mit +0,25 Prozentpunkten. Ausschlaggebend dafür waren höhere Wohnungsmieten (insgesamt +4,9%). Betriebskosten für Mietwohnungen erhöhten sich um 3,3%, jene für Eigentumswohnungen um 1,7%. Die Instandhaltung von Wohnungen verteuerte sich durchschnittlich um 1,0%. Billigeres Heizöl (-16,3%) dominierte weiterhin die Preisentwicklung der Haushaltsenergie (insgesamt -2,2%; Gas -0,3%, Strom +0,3%, feste Brennstoffe +1,1%, Fernwärme +4,5%).

Die Preise in der Ausgabengruppe "Verschiedene Waren und Dienstleistungen" (Einfluss: +0,20 Prozentpunkte) stiegen durchschnittlich um 2,2%, wofür in erster Linie teurere Versicherungsdienstleistungen (insgesamt +1,9%) verantwortlich waren.

In der Ausgabengruppe "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" (durchschnittlich +1,0%; Einfluss: +0,11 Prozentpunkte) entsprach die Teuerung der Nahrungsmittel (insgesamt +0,5%) nur der halben Inflationsrate. Zwar stiegen die Preise für Brot und Getreideerzeugnisse um 2,0%, für Obst um 1,9% sowie für Gemüse um 1,5%, doch im Gegenzug verbilligten sich Milch, Käse und Eier insgesamt um 1,4% und Fleisch verteuerte sich mit +0,4% nur geringfügig. Alkoholfreie Getränke kosteten durchschnittlich um 4,7% mehr (Bohnenkaffee +12,5%).

Eine weiterhin negative Preisdynamik im Jahresvergleich zeigte sich in der Ausgabengruppe "Verkehr" (durchschnittlich -2,2%; Einfluss: -0,30 Prozentpunkte), wo die Treibstoffe nach wie vor als Hauptpreisdämpfer wirkten (-8,9%; Einfluss: -0,35 Prozentpunkte). Reparaturen privater Verkehrsmittel verteuerten sich um 3,1%.

Inflation gegenüber Mai: +0,1%

Die Ausgabengruppe "Freizeit und Kultur" (durchschnittlich +1,5%; Einfluss: +0,17 Prozentpunkte) erwies sich als Hauptpreistreiber im Monatsabstand. Hauptverantwortlich dafür waren saisonbedingt teurere Pauschalreisen (insgesamt +6,5%).

Hauptpreisdämpfer im Monatsabstand war die Ausgabengruppe "Bekleidung und Schuhe", deren sinkende Preise (durchschnittlich -3,2%; Einfluss: -0,19 Prozentpunkte) den Beginn des Sommerschlussverkaufs widerspiegeln (Bekleidungsartikel -4,1%, Schuhe -1,3%).

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