Reste des Kuba-Meteoriten strahlen radioaktiv

Nach dem spektakulären Meteoriten-Einschlag in Kuba erging jetzt eine Warnung an die Bevölkerung: Die Reste des komischen Geschoßes strahlen radioaktiv.
Ein gewaltiger Knall und ein Lichtblitz schreckte Anfang Februar die Einwohner der Stadt Viñales im Westen Kubas auf. Am Himmel über der Karibikinsel war ein Meteorit mit der Wucht von rund 1.400 Tonnen TNT explodiert, Dutzende Trümmerteile regneten herab – "Heute.at" berichtete.

Schäden richtete der Meteorit nach Behördenangaben glücklicherweise keine an. Er zerbrach beim Eintritt in die Erdatmosphäre. Der größte der inzwischen mehr als einhundert gefundenen Brocken misst etwa 20 bis 30 Zentimeter. Wie viele Trümmer es tatsächlich sind, ist nicht mehr festzustellen. Zahlreiche Kubaner hatten diese aufgelesen und als Andenken behalten.



Eine volle Rotation des Asteroiden "Vesta". Aufgenommen von der NASA-Raumsonde "Dawn".
Wie jetzt bekannt wurde, haben Wissenschaftler an ihnen eine geringe radioaktive Strahlung festgestellt. Die Bewohner Kubas wurden über die Parteizeitung "Granma" aufgerufen, die Steine keinesfalls zu Schmuck zu verarbeiten, der längere Zeit am Körper getragen wird. Das berichtet der ORF am Mittwoch.

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Den Untersuchungsergebnissen zufolge, könnte der Meteorit ein abgesplitterter Teil des Asteroiden "4 Vesta" sein. Dieser befindet sich rund 372 Millionen Kilometer von unserem Planeten entfernt und gilt mit seinen rund 516 Kilometern Durchmesser als zweitgrößter Asteroid im Hauptgürtel und ist am Nachthimmel unter günstigen Bedingungen sogar mit bloßem Auge sichtbar. Vesta gilt als Mutterkörper zahlreicher Meteoriten, die alle ein Alter von 4,4 bis 4,5 Milliarden Jahren aufweisen.

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(rcp)

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