Die Landeshauptstadt bezieht 85 Prozent des Stroms aus stadteigenen Erdgas-Kraftwerken. Ein 15 Meter hohes Windrad am Dach des OK-Zentrums sollte alternative Energien forcieren, der Versuch scheiterte am fehlenden Wind. Nun sucht die Politik nach Alternativen. Erste Ideen: mehr Solarenergie und ein Restmüll-Kraftwerk.
Ich fordere die Grün-Politikerin auf, in die Realität zurückzukehren, poltert der VP-Gemeinderat Karl Haydtner über Stadträtin Eva Schobesbergers Windkraftpläne. Potenziale für den Ausstieg aus Öl und Gas sieht er in Solarenergie und Wärmepumpen. Für Christiana Dolezal (SPÖ) keine Fremdwörter: Neben dem Biomasse-Kraftwerk wird die Linz AG künftig Strom und Wärme aus Restmüll erzeugen. Die FPÖ feilt aktuell an einem Öko-Energie-Plan für die Stahlstadt. Und auch am Dach des OK-Zentrums soll zum Höhenrausch-Auftakt im Mai eine Solaranlage stehen. Linz ist keine Windhochburg, sagt Schobesberger, die ihren Plan trotzdem nicht aufgibt: Ich denke an eine neue Generation Windräder, die sich auch bei wenig Wind drehen.