Rettungsaktion: Verletzte Eule bei OP wiederbelebt

In einen Zaun verfangen hatte sich am Mittwoch eine Waldohreule. Zwei Spaziergängern war das hilflose Tier aufgefallen. Da sich die Eule alleine nicht befreien konnte, eilten die Fußgänger zu Hilfe. Anschließend wurde der Greifvogel von einer Tierärztin des Wiener Tierschutzvereins operiert.

 

Der Vogel hatte sich in einem Stacheldrahtzaun verfangen. Deshalb zog sich das Tier vier Verletzungen beim Schultergelenk zu. Da sich die Eule aus eigener Kraft nicht befreien konnte, griffen zwei Passanten ein, retteten sie und brachten sie umgehend zum Arzt. 

Nach der Erstbehandlung wurde die Waldohreule zum Wiener Tierschutzverein gebracht, um dort operiert zu werden. Alle vier Wunden wurden genäht. Besonders dramatisch: Während der OP setzte für kurze Zeit die Atmung des Tieres aus. Doch die Ärzte reagierten sofort und konnten den Greifvogel per Mund-zu-Schnabel-Beatmung wiederbeleben. Anschließend wurde das Tier noch mit Antibiotika und Schmerzmittel versorgt. 

Die Ärzte sind optimistisch, dass sich die Eule komplett genesen wird, da glücklicherweise keine Knochen verletzt waren. Momentan ist das Tier noch zur Erholung, Beobachtung und Nachbehandlung im Kleintierhaus des Wiener Tierschutzvereins. Geht es ihr besser, kommt sie in die Obhut der Eulen- und Greifvogelstation Haringsee. Waldohreulen gehören übrigens zu den gänzlich geschützten Tieren in Österreich, da sie in weiten Teilen des Landes stark gefährdet sind. 

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