Rettungsanker für Quelle Österreich in Frankreich?

Gestern Abend lief die Abgabefrist für die Übernahmeangebote für den insolventen Versandhändler Quelle ab. Einen Retter für die österreichische Tochter Quelle AG scheinen die Verantwortlichen bereits in Frankreich gefunden zu haben.

Die Verhandlungen bei Quelle Österreich laufen auf Hochtouren. Spätestens Ende dieser Woche wird eine Entscheidung erwartet, die das weitere Schicksal von Quelle Österreich und ihrer 1100 Mitarbeiter bestimmen soll.

Favorit: La Redoute

Der gesuchte Investor müsste für die Übernahme des Linzer Standorts mindestens 70 Millionen Euro in die Hand nehmen. Gerüchteweise galten das deutsche Versandhaus Klingel, als auch Martin Lenz, der frühere Rewe-Chef, als aussichtsreichste Kandidaten. Wie aus gut informierten Kreisen zu hören ist, soll aber der französische Versandhandel-Gigant La Redoute die besten Karten im Kampf um Quelle Österreich haben. Bereits vergangenen Freitag soll Quelle-Vorstand Wolfgang Binder zu Verhandlungen nach Paris geflogen sein.

Deutschen Medienberichten zufolge könne Quelle nur mehr 40 Prozent der bestellten Waren ausliefern. Gerüchte, wonach Lieferungen aus Deutschland ins Stocken geraten, werden von Quelle Österreich aber dementiert.

Positive Nachrichten gibt es von der insolventen Quelle Deutschland zu berichten. Laut Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg sind am ersten Tag des finalen Online-Abverkaufs so viele Bestellungen eingegangen wie noch nie zuvor. Seit gestern werden auch die Quelle-Shops von zahlreichen Schnäppchen-Jägern geplündert.

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