Am Sonntagmorgen kam es in Wien-Simmering zu einem Polizeieinsatz, weil sich ein 29-jähriger Mann auf einer Party im Bezirk Simmering psychisch auffällig verhielt – das geht aus einer Pressemitteilung der LPD Wien hervor.
Die zunächst verständigten Rettungskräfte forderten in weiterer Folge die Unterstützung der Polizei an, da sich der Mann, augenscheinlich unter Suchtmitteleinfluss stehend, renitent verhielt. Polizisten der Polizeiinspektion Simmeringer Hauptstraße unterstützten die Sanitäter bei dem Patienten, wobei die beiden Beamten leicht verletzt wurden.
Die Party, auf der sich der 29-jährige Serbe befunden haben soll, stellte sich als nicht angemeldete Rave-Party heraus, die seit den Samstag-Abendstunden angedauert hatte. 65 Personen wurden auf der illegalen Veranstaltung festgestellt, darunter der Veranstalter, ein 26-jähriger österreichischer Staatsbürger. Er wurde angezeigt. Im Zuge der Auflösung der Party wurde Suchtmittel sichergestellt und elf Personen wegen des Besitzes von Drogen angezeigt
Dubios: Die illegale Fete fand auf dem berüchtigten "Friedhof der Namenlosen" statt. Dieser befindet sich am Donauufer beim Alberner Hafen (Wien-Simmering). Genau dort wurden von einem Wasserwirbel von 1840 bis 1939 rund 600 Wasserleichen angespült.
Bis 1940 fanden dort Mordopfer, Unfallopfer und Opfer ungeklärter Kriminalfälle ihre letzte Ruhestätte. Die meisten von ihnen wurden niemals identifiziert. Nur bei wenigen Gräbern gibt es nähere Informationen zu den verstorbenen Personen. Heute ist der Friedhof stillgelegt und wird von der Stadt Wien sowie dem Hafen Wien erhalten.