Rheuma-Umfrage: Patienten wünschen sich Schmerzfreiheit

Die rheumatoide Arthritis stellt die häufigste Form von chronisch-entzündlichen Systemerkrankungen dar.
Die rheumatoide Arthritis stellt die häufigste Form von chronisch-entzündlichen Systemerkrankungen dar.iStock
Laut einer aktuellen Umfrage unter Rheuma-Patienten wünscht sich die Mehrheit der Betroffenen Schmerz- und Bewegungsfreiheit.

Beinahe jeder vierte Österreicher ist Rheuma-Patient. Allerings dient Rheuma als Sammelbegriff für über 400 verschiedene Immunerkrankungen: Die rheumatoide Arthritis stellt dabei die häufigste Form von chronisch-entzündlichen Systemerkrankungen dar. In Österreich sind knapp 80.000 Personen von der Krankheit betroffen, drei Viertel davon sind Frauen.

"Bei der rheumatoiden Arthritis kommt es aufgrund einer Fehlsteuerung des Immunsystems zu einer entzündlichen Innenauskleidung der Gelenke, die eine Zerstörung der Gelenksknorpel bzw. des gesamten Gelenkes zur Folge haben kann", weiß Kurt Redlich, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Rheumatologie. "Sehr häufig steht bei der Behandlung von Rheuma die Milderung der Symptome sowie der Schmerzen im Vordergrund. Patienten erkennen ihre Erkrankung demnach als unter Kontrolle an, wenn sie schmerzfrei sind."

Normales Leben ohne Heilung

Auch die Ergebnisse der aktuellen Patientenumfrage zeigen, dass sich Betroffene von einer Rheuma-Therapie Schmerzfreiheit oder eine Schmerzlinderung erwarten. Das Ziel bei der Therapie der unheilbaren Krankheit ist eine Remission, einen schmerzfreien Zustand zu erreichen, in dem die Symptome kontrollierbar sind und sich nicht auf den Alltag auswirken.

So soll Betroffenen das Gefühl gegeben werden, ein normales Leben führen zu können und die Wahrscheinlichkeit weiterer Gelenksschädigungen deutlich reduziert werden. Um dies zu erreichen, sollten Patienten mit ihrem Arzt offen über moderne Therapie-Möglichkeiten sprechen.

Das A und O für eine gute Arzt-Patienten-Kommunikation

Eine offene Kommunikation mit den betreuenden Ärzten spielt für die gemeinsame Definition eines konkreten Therapieziels eine große Rolle. Jene Patienten die ein solches Ziel festgelegt haben, fühlen sich automatisch auch besser informiert und aufgeklärt. Hier kann vor allem die richtige Vorbereitung auf das Arzt-Patienten-Gespräch einen Unterschied ausmachen.

"Eine gute Vorbereitung auf den Termin beim Rheumatologen gilt als das A und O, da die Zeit vor Ort meist sehr knapp ist", erklärt Gertraud Schaffer. Die Präsidentin der Österreichischen Rheumaliga empfiehlt, aktuelle Unterlagen vorzubereiten und diese zu Arzt-Terminen mitzunehmen. "Bei der richtigen Vorbereitung können Selbsthilfegruppen und Patientenorganisation den Betroffenen wichtige Unterstützung bieten", so die Präsidentin.

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