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Ridley Scott schreibt für Disney neuen "Alien"-Film

Das Xenomorph-Universum wird doch noch erweitert. Das Drehbuch zu einem weiteren Prequel ist bereits in Arbeit.

Heute Redaktion
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Mitte der Siebziger waren Filmmonster noch Männer in leicht zu entlarvenden Plastikkostümen, Sci-Fi-Streifen ohne blinkende Lichter und blitzsaubere Uniformen kaum vorstellbar. Dann kam "Alien" (1979) und sorgte für eine beinahe so große Revolution wie Hitchcocks "Psycho" (1960) knapp zwei Jahrzehnte zuvor.

Die von Künstlern inspirierten und entworfenen "Alien"-Filmsets (so etwa das Raumschiff Nostromo) bestachen durch ihren düsteren, bedrohlichen und dreckigen Look. Das titelgebende Ungeheuer, offiziell Xenomorph genannt und nach einem Design von H.R. Giger entwickelt, sorgte für schreiende Kinobesucher.

Erfolglose Prequels

Am 25. Mai feiert "Alien" seinen 40. Geburtstag. In der Popkultur ist die Filmreihe nach wie vor fest verankert, büßte aber vor allem in den letzten Jahren stark an Anziehungskraft ein. Schuld daran sind neben fragwürdigen Crossovers (mit dem "Predator"-Franchise) auch die Prequel-Filme von Ridley Scott (81).

Der britische Filmemacher hatte "Alien" aus der Taufe gehoben und war 2012 zu seiner Schöpfung zurückgekehrt, um die Vorgeschichte der Xenomorphs zu erzählen. "Prometheus" und "Alien: Covenant" (2017) spielten jedoch weit weniger ein als erhofft. Der Hype blieb aus, die weiteren Filme, die Scott geplant hatte, wurden für unbestimmte Zeit auf Eis gelegt.

Die Aliens müssen sich weiterentwickeln

Nun feiert das totgeglaubte "Alien" ein überraschendes Comeback. Durch Disneys Übernahme von Twentieth Century Fox sind die Xenomorphs plötzlich wieder Thema. Laut "Filmstarts" arbeitet Scott daher schon an einem Drehbuch für ein drittes Prequel, dass einige bekannte Figuren zurückbringen und erneut auf dem Mond LV-426 (wo die Nostromo im ersten Film auf die Aliens stieß) spielen soll.

Im Interview mit "The Hollywood Reporter" erklärte Ridley Scott, dass er – trotz der durchwachsenen Rezeption der letzten Filme – nicht daran interessiert sei, die bewährte alte Story auszugraben:

"Das Alien [Konzept] ist auf einzigartige Weise mit Mutter Natur verbunden. Es stammt von einem Holzkäfer, der seine Eier in ein nichtsahnendes Insekt legt. Dadurch wird [es] zum Wirten der neuen Kreatur. Das ist abscheulich. Aber so war das eben. Und das kann man nicht ständig wiederholen, sonst wird der Witz irgendwann alt."

Es heißt also abwarten, welche Schreckensszenarien sich Ridley Scott als nächstes einfallen lässt. Wann der neue "Alien"-Film in die Kinos kommen könnte, ist noch nicht bekannt.

(lfd)