Österreich

Ried: Angst um Jobs wächst

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:44

Der Verlust von 105 Betten und zwei Abteilungen gefährde die medizinische Versorgung im Innviertel, sagt Alfred Lindlbauer, Betriebsratsvorsitzender im Krankenhaus Ried. Auch Dutzende Jobs seien seiner Meinung nach in Gefahr. Wegen drastischer Kürzungen könnten zudem keine Fachärzte mehr ausgebildet werden.

Den Menschen im Innviertel drohen gravierende Einschnitte in der medizinischen Versorgung, sagt der Betriebsrat. Durch die massive Verkleinerung vieler Abteilungen könne das Innviertel seine Fachärzte nicht mehr selbst ausbilden. Resultat: So wird es noch schwieriger, praktische Ärzte zur Grundversorgung zu finden.

Wenig Verständnis für Lindlbauers Befürchtungen hat Wolfgang Bayer, Leiter der Expertenkommission: Die Zeit des Spitals als Alleinversorger ist vorbei. Die oö. Zentralversorgung wird gebündelt in Kompetenzzentren angeboten.

Mit vereinten Kräften kämpft Enns gegen die Reformpläne: Ein von allen Parteien verabschiedeter Antrag an das Land soll die vom Aus bedrohte Unfallambulanz retten: Die Abteilung müsse erhalten bleiben und um einen Notarzt-Stützpunkt aufgestockt werden.

Christian Hartl

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