Polizei fasst mehrere Kupferkabel-Gangs in Wien

Von Februar bis August haben es zwei Banden aus Rumänien auf Kupferkabel in Wien und NÖ abgesehen. Für 16 Personen klickten die Handschellen.

Ermittlern des Landeskriminalamtes Wien (LKA), Ermittlungsbereich 06 – Diebstahl, ist es nach umfangreichen Ermittlungsmaßnahmen, mit Unterstützung der Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität (EGS), gelungen, zwei rumänische Tätergruppen auszuforschen und festzunehmen.

Nach einem Hinweis und intensiven Ermittlungsmaßnahmen gelang es den Kriminalbeamten, die erste Tätergruppe bei einem Einbruchsdiebstahl auf frischer Tat zu betreten und mehrere Tatverdächtige festzunehmen. Die Männer brachen am 07.06.2021 die Umzäunung einer Industriestätte auf und stahlen mehrere Tonnen an Kupferkabeln und anderen Materialien. Das Die-besgut wurde dabei mit zwei Kleintransportern vom Betriebsgelände trans-portiert.

Haupttäter in Pisa festgenommen

Mit Unterstützung der Wiener Einsatzgruppe Alarmabteilung (WEGA) nahmen die Ermittler die Tatverdächtigen kurz nach der Tat fest. Insgesamt wurden elf Personen, rumänische Staatsangehörige im Alter von 21 bis 45 Jahren, festgenommen. Ein weiterer 37-jähriger rumänischer Staatsangehöriger wurde als mutmaßlicher Mitttäter ausgeforscht und am 10. Juni festgenommen.

Der mutmaßliche Haupttäter, der als Organisator fungiert haben soll, wurde mittels europäischem Haftbefehl am 15. Juli in der italienischen Stadt Pisa festgenommen. Die Tätergruppe steht im Verdacht, in der Zeit von Februar bis Juni 2021 insgesamt zwölf Einbruchsdieb-stähle mit einer geschätzten Schadensumme von über 200.000 Euro begangen zu haben. Darunter sollen sich allein 30 Tonnen Kupfermaterial befunden haben.

Zweite Bande ausgeforscht

Im Zuge der Ermittlungen zu der ersten Tätergruppe forschten die Ermittler eine zweite rumänische Gruppierung aus. Nach aufwendigen Ermittlungsmaßnahmen gelang es den Kriminalbeamten des LKA, mit Unterstützung der EGS Wien, drei Tatverdächtige auf frischer Tat bei mehreren Einbruchsdiebstählen zu betreten und festzunehmen.

Die drei Männer, im Alter von 43 bis 46 Jahren, brachen in der Nacht auf den 11. August in drei Betriebsstät-ten ein und entwendeten unter anderem Fahrdrahtleitungen, Autobatterien und Kupfermaterial. Die drei Tatverdächtigen wurden unmittelbar nach den Taten vor ihrer Unterkunft in Wien-Liesing festgenommen. Gegen diese Tä-tergruppe besteht der Verdacht, dass sie bis zu zwölf Einbruchsdiebstähle mit einer Schadenssumme von ca. € 17.000,- begangen haben sollen. Unter dem Diebesgut sollen sich auch bis zu vier Tonnen Kupfermaterial befunden haben.

Über 250.000 Euro Schaden

Durch die Ermittlungstätigkeiten wurden insgesamt 16 Personen wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Einbruchdiebstahls im Rahmen einer kriminellen Vereinigung festgenommen. Den Tätergruppen werden bis zu 24 Fakten mit einer geschätzten Schadenssumme von über 250.000 Euro darunter ca. 35 Tonnen Kupfermaterial, vorgeworfen. Die Tatverdächtigen wurden in Justizanstalten gebracht und zeigten sich bei ersten Befragungen großteils geständig.

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