Der Regenbogen-Zebrastreifen solle nicht nur im "Pride Month" - normalerweise im Juni mit zahlreichen Veranstaltungen und Events für die LGBT-Community - sondern darüber hinaus Sichtbarkeit schaffen, lässt Vizebürgermeisterin Hebein in den sozialen Medien wissen. Dazu postete sie eine Aufnahme (siehe oben) und schrieb am Dienstag: "Heute morgen habe ich ihn schon mit Bezirksvorsteherin Silvia Nossek und Peter Kraus (Grüner Gemeinderat und Nummer 2 auf der Liste für die Wienwahl 2020, Anmerkung) ausgiebig getestet."
Bei den Kommentatoren sind die Gefühle zum Regenbogen-Zebrastreifen gemischt. "In der Währinger Straße sind seit dem Lockdown mindestens 3 Geschäfte pleite gegangen", schreibt ein Twitter-Nutzer, "Die Unternehmer können jetzt dafür übern Zebrastreifen wandern", antwortet ein anderer. "Die Menschen in Wien haben keine Arbeit mehr. Leben in Angst. Und ihr malt Regenbogen auf die Straßen", lautet einer der vielen weiteren, negativen Kommentare.
Dem stehen Ansichten wie "Den hätten ich gerne auch an anderen Stellen in der Stadt!" oder "Wow toll, zaubert mir beim Queren und Warten ein Lächeln ins Gesicht. Danke" gegenüber. Kommt nun eine ähnliche Aufregung wie bei der Einführung der Ampelpärchen im Jahr 2015? Auch damals gingen die Wogen hoch, als erstmals auch gleichgeschlechtliche Ampelpärchen an den Kreuzungen grün aufleuchteten.
Aber: Nach der ersten Aufregung waren die Resultate positiv: Weltweit wurde wohlwollend berichtet, die Ampelpärchen wurden zu einem beliebten Fotomotiv für Touristen und Einheimischen gleichermaßen und erreichten Kultstatus.