Riesenschätze im kleinsten Ort

Das bunteste Museum Niederösterreichs öffnete für Heute die Pforten: Gerade einmal 30 Häuser stehen in Großhofen bei Wien, der kleinsten selbstständigen Gemeinde Niederösterreichs. Die Geschichtssammlung, die Erich Müller (56) hier zusammengetragen hat, kann aber locker mit den Museen großer Städte mithalten.

Kein Wunder – er sammelt ja schon seit seinem siebenten Lebensjahr. Eine Kutsche vom Opa hat die Leidenschaft entfacht, seither hat er Tausende Stücke erworben oder vor dem Sperrmüll gerettet – von sakralen Figuren, Gegenständen des Alltags bis zu Schaukelpferden, Oldtimern und Schlitten.

„Früher waren die Sachen noch billig, weil viele den Wert nicht erkannt haben“, so der Autospengler. Heute wären die Stücke großteils unbezahlbar, wie zum Beispiel sein ganzer Stolz: eine Originalpeitsche von Kronprinz Rudolf. Auch in der Kunstwelt stößt das Museum auf Anerkennung: Malerprofessor Ernst Fuchs kommt immer wieder vorbei, um in den 500 Jahren Zeitgeschichte zu stöbern. „Ich zeige meine Sammlung aber gerne allen, die sich dafür interessieren“, so Müller.

Astrid Heinz

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