Am Montagnachmittag sorgte ein seltenes Wetterphänomen in der Steinfelder Heide bei Oldenburg für Staunen. Gegen 14:15 Uhr wurde auf einem Feld ein riesiger Trichter gesichtet, der auf den ersten Blick an einen Tornado erinnerte.
Tatsächlich handelte es sich jedoch nicht um einen Tornado, sondern um einen sogenannten Staubteufel, auch Kleintrombe genannt. Diese Luftwirbel treten meist bei extremer Hitze auf und sehen Tornados zum Verwechseln ähnlich, unterscheiden sich aber deutlich durch das Fehlen einer Gewitterwolke.
Wie extremwetter.tv berichtet, entstehen Staubteufel, wenn sich bei trocken-labiler Schichtung am Boden Thermikblasen lösen. Diese steigen rasch auf und können vorhandene Luftrotation verstärken, wodurch die Windgeschwindigkeit durch den sogenannten Pirouetteneffekt schnell zunimmt und in Ausnahmefällen sogar Orkanstärke erreichen kann.
Obwohl der Staubteufel imposant aussah, bestand keine Gefahr für die Umgebung. Solche Kleintromben sind zwar spektakulär, bleiben aber meistens harmlos und treten bevorzugt an heißen Tagen auf.
Die Aufnahmen aus Niedersachsen zeigen eindrucksvoll, wie faszinierend und vielfältig Wetterphänomene in Mitteleuropa sein können.