Skandal-Bewerb

Riesiges Chaos bei der EM: "Eine Katastrophe"

Ein Skandal-Wettkampf bei der Leichtathletik-EM in Birmingham. Im Stabhochspringen der Zehnkämpfer wurde die Latte falsch aufgelegt.
Sport Heute
13.08.2026, 18:50
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Frust und Ärger für den deutschen Leichtathletik-Star Leo Neugebauer auf dem Weg zu Gold: Eine grobe Panne hat den Zehnkampf-Stabhochsprung bei der Leichtathletik-EM in Birmingham beeinflusst und könnte den deutschen Weltmeister womöglich wertvolle Kraft im Titelkampf kosten. Gleich fünf Sprünge musste Neugebauer wegen eines Fehlers der Organisation bei brütender Hitze absolvieren, um 4,80 Meter zu überqueren. Nach 4,90 Metern war dann Schluss, Neugebauers Vorsprung an der Spitze auf den Norweger Sander Skotheim schmolz.

Auf einer der beiden Anlagen war die Latte bei den ersten Versuchen über 4,80 Meter nicht in der richtigen Höhe aufgelegt worden, sondern erneut bei 4,70 Meter. Erst nach einer Weile fiel der Irrtum auf. Sieben Springer, die die "falschen" 4,80 Meter schon überquert hatten, mussten noch einmal antreten, darunter der führende Weltmeister Neugebauer. Dabei war aber dann der Abstand der Ständer nicht richtig eingestellt.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

"Katastrophe"

"Die Organisation ist eine absolute Katastrophe, so etwas habe ich noch nicht erlebt", sagte der frühere Zehnkampf-Weltrekordler Jürgen Hingsen dem SID.

Der sichtlich angefressene Neugebauer riss dreimal die "richtigen" 4,80 Meter. Die Jury, die völlig den Überblick zu verlieren schien, ließ ihn nach einem Protest ein viertes Mal antreten. Diesmal kam Neugebauer über 4,80 Meter. "Eine unglaubliche Leistung nach so einem Chaos", sagte Hingsen. Allerdings verletzte sich Neugebauer bei einem der fünf Sprünge auch noch leicht an der Wade. "Bei den Witterungsbedingungen ist das natürlich fatal und eine absolute Wettkampfverzerrung meiner Meinung nach", sagte der deutsche Bundestrainer Jörg Roos im ZDF.

Zu diesem Zeitpunkt lief der Stabhochsprung bei Temperaturen über 30 Grad schon rund eine Stunde. Die Verfolger Neugebauers, wie der Niederländer Jeff Tesselaar und der norwegische Vize-Europameister Skotheim, mussten nicht mehrfach ran.

Vor den letzten beiden Disziplinen liegt Neugebauer, dessen Stab-Bestleistung bei 5,30 Metern liegt, nun mit 7.181 Punkten vor Skotheim (6.933), der mit 5,00 Metern am Niederländer Jeff Tesselaar (6.895) vorbeizog. Bei der Konkurrenz ist kein Österreicher am Start.

{title && {title} } red, {title && {title} } 13.08.2026, 18:50