Österreich

Rinderherde gegen Zug und LKW - Fünf tot

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:40

Einem Bauern im Pongau entkamen 20 Kühe. Fünf davon bezahlten die Flucht mit ihrem Leben. Eine Kuh wurde von einem LKW niedergerollt, vier wurden von einem Güterzug mitgenommen. Das ist schon der vierte Vorfall mit Rindern in diesem Monat.

Am Donnerstag Abend lief einem Bauern in St. Johann eine Kuhherde davon. Woher genau die Tiere kamen, weiß die Polizei nicht. Auffällig wurden die Tiere erst, als sie gegen 21.00 Uhr auf die Pinzgauer Bundesstraße liefen. Ein vorbeifahrender LKW konnte einer Kuh nicht rechtzeitig ausweichen und tötete das Rind dabei. Der Lenker blieb unverletzt, sein Lastwagen blieb allerdings schwer beschädigt am Straßenrand liegen. Der Fahrer verständigte sofort die Polizei.

Güterzug riss vier Kühe mit

Als die Beamten am Unfallort eintrafen, fiel ihnen der Rest der Herde auf, die auf den Gleisen der Westbahn herumspazierten. In diesem Moment kam ein Güterzug. Der Lokführer, der in Richtung Bischofshofen unterwegs war, versuchte noch eine Vollbremsung, schaffte es aber nicht mehr seinen Zug zum Stehen zu bringen. Die Eisenbahn erfasste vier Kühe. Für die Tiere endete der Zusammenstoß tödlich, auch die Lokomotive wurde beschädigt.

Westbahn für halbe Stunde lahmgelegt

Angestellte der Kuhbesitzerin fingen die Herde ein und transportierten die toten Kühe ab. Wie hoch der entstandene Schaden ist, konnte am Freitag noch nicht festgestellt werden. Auf der Westbahnstrecke lag der Verkehr für eine halbe Stunde lahm.

Schon der vierte Fall im letzten Monat

Schon am 17. November machten sich elf Rinder im Pongau selbstständig. Sie spazierten von ihrer Weide in Richtung Stadtzentrum. Feuerwehr und Polizei fingen die Tiere mit dem Gitter eines Baumarktes ein.

Auch am 6. Dezember büxte eine Kuh aus. Das Kalb flüchtete von einem Viehändler im Flachgau, nur um tags darauf  der Lokalbahn zum Opfer zu fallen. Das Kalb überlebt, wurde aber kurz darauf geschlachtet.

Am Mittwoch riss sich eine 600-Kilo-Kuh beim Entladen im Pinzgau los. Sie rannte zehn Kilometer nach Saalfelden, wo sie von Polizei und Feuerwehr eingefangen und zurückgebracht wurde.

APA/Red.

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